Pressemitteilung | Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)

IG BAU zum Waldzustandsbericht: Waldsterben wird von Arbeitsplatzabbau beschleunigt

(Frankfurt am Main) - Der von der Bundesregierung beklagte Gesundheitszustand der Wälder wird sich nach Auffassung der IG Bauen-Agrar-Umwelt durch die Sparmaßnahmen in Bund, Ländern und Gemeinden noch verschärfen. "Dem heißen Sommer folgt ein erbarmungsloser Arbeitsplatzabbau bei den Forstwirten", sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Margot Gudd. Im Durchschnitt stünden etwa ein Drittel der 40.000 Arbeitsplätze in den öffentlichen Forsten zur Disposition. Anstatt die Aufgaben zur Pflege des kranken Waldes zu erfüllen, würde ein Sozialkahlschlag die Klimaschutzfunktion des Waldes stark einschränken.

"Die Bundesregierung warnt selbst vor der drohenden Borkenkäferplage im nächsten Jahr", sagte Gudd, "tut aber nichts für eine bessere Ausstattung der öffentlichen Hauhalte und der forstwirtschaftlichen Arbeitsplätze." Stattdessen gebe sich ausgerechnet der "grüne" parlamentarische Staatsekretär Matthias Berninger "unideologisch" und verlange den Einsatz der Chemiekeule: "Ein grüner Staatssekretär sollte wissen, wie man dem Borkenkäfer preiswerter, umweltfreundlicher und nachhaltiger beikommt", kritisierte Gudd. Statt der chemischen Keule empfiehlt die Gewerkschafterin den Einsatz von naturnahen Mitteln. Dem männlichen Borkenkäfer ließe sich mit einer Sexual-Lockstoff-Falle zu Leibe rücken. "Dafür brauchen wir die Waldarbeiter, die jetzt entlassen werden sollen", sagte Gudd.

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Bundesvorstand (IG BAU) Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt Telefon: 069/95737-0, Telefax: 069/95737800

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