iGZ: Georg Sommer nimmt Stellung zum IG Metall-Kampagnentruck / Gemeinsam unter fairen Bedingungen engagieren
(Bonn) - Die Resonanz ist eher bescheiden: Derzeit tourt ein Kampagnen-Truck der IG Metall unter dem Motto Gleiche Arbeit Gleiches Geld zum Thema Zeitarbeit durch Deutschland. Auch in Bonn macht das Gefährt jetzt Halt.
Im Gegensatz zu den Behauptungen der IG Metall ist die Zeitarbeit eine moderne und schützenswerte Branche, die ihren Beschäftigten tarifliche Sicherheit und der Wirtschaft Flexibilität gewährleistet, betont Georg Sommer, stellvertretender Vorsitzender des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), angesichts der Stimmungsmache der IG Metall vor Ort. Die Zeitarbeit sei ein wichtiges Mittel in der flexiblen und effektiven Personalplanung. Sie ist wichtig, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auszubauen und damit auch die Arbeitsplätze der Stammbeschäftigten zu sichern, unterstreicht Sommer.
Gegen die zentrale Forderung Gleiche Arbeit Gleiches Geld sei aus Sicht der Zeitarbeitsbranche grundsätzlich wenig einzuwenden, wenn sie auf einer dreiseitigen Vereinbarung zwischen Zeitarbeitsunternehmen, Kundenunternehmen und Gewerkschaften basiert, äußert der stellvertretende iGZ-Vorsitzende. Ein ausnahmsloses Equal pay-Prinzip würde den Weg der Zeitarbeitnehmer zurück ins Berufsleben allerdings deutlich erschweren: Die Vergleichbarkeit der Eingruppierungen birgt ein großes Konfliktpotenzial, und der bürokratische Aufwand zur Umsetzung wäre gigantisch, nennt Sommer zwei Beispiele. Zudem würden die teils sehr unterschiedlichen Gehaltsstrukturen in den Einsatzbranchen die Lebensplanung von Zeitarbeitnehmern deutlich erschweren.
Zudem belegen laut Georg Sommer Studien, dass mittlerweile rund 30 Prozent der Zeitarbeitnehmer von den Kundenbetrieben in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Für viele Zeitarbeitnehmer sei die Branche damit eine solide Plattform für den Wiedereinstieg in das Berufsleben. Gerade Arbeitnehmern, die nicht hinreichend qualifiziert und schon länger neben dem Berufsleben stehen, bietet sich in der Zeitarbeit eine hervorragende Möglichkeit der aktiven Integration, erläutert er. Immerhin zwei Drittel der Zeitarbeitnehmer seien vorher arbeitslos gewesen, verweist Sommer auf die Boombranche Zeitarbeit als wichtigstem Jobmotor der Wirtschaft.
Enttäuschend und widersprüchlich sei diese Aktion der Einzelgewerkschaft. Dies vor allem angesichts des real existierenden gemeinsamen Tarifvertrages von iGZ, BZA und der Tarifgemeinschaft beim DGB sowie eines unlängst abgeschlossenen Fairnessabkommens der beiden Zeitarbeitgeberverbände mit der IG Metall in Frankfurt. Immerhin unterschrieb sie dort: Die IG Metall anerkennt den eigenständigen Charakter und Wert der Zeitarbeitsbranche. Deshalb setzen wir uns gemeinsam für die Aufnahme der Zeitarbeitsbranche in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz ein und unterstützen einen Branchenmindestlohn.
Georg Sommer: Wir sollten uns vielmehr gemeinsam weiter im Dienste der Beschäftigten und der Wirtschaft an dem Ausbau der Zeitarbeit unter fairen Bedingungen engagieren, appelliert der stellvertretende iGZ-Vorsitzende an die IG Metall. Eine Kampagne zur Schaffung von Qualitätsstandards, für die sich iGZ und Gewerkschaften gemeinsam einsetzen, sei besser als ein ideologischer Grabenkampf.
Quelle und Kontaktadresse:
iGZ Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.
Wolfram Linke, Leiter, Presse
Erphostr. 56, 48145 Münster
Telefon: (0251) 9811217, Telefax: (0251) 9811229
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