Pressemitteilung | Allianz pro Schiene e.V.
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„Immer mehr Schienenverkehr auf schrumpfendem Netz“

(Berlin) - Die Allianz pro Schiene hat die heute (2. September 2008) vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Entwicklung des Schienengüterverkehrs zum Anlass genommen, um eine Wende in der Verkehrspolitik zu fordern. „Der Schienengüterverkehr wächst seit Jahren prozentual stärker als der Lkw-Verkehr. Während das Straßennetz Jahr für Jahr vom Staat ausgebaut wird, schrumpft das Bundesschienennetz kontinuierlich. Wir brauchen eine Infrastrukturoffensive für die Schiene. Das Schienennetz muss endlich mit den Warenströmen mitwachsen“, forderte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Dienstag in Berlin.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind im ersten Halbjahr dieses Jahres 5,4 Prozent mehr Güter per Schiene transportiert worden als im Vorjahreszeitraum. Die Verkehrsleistung (Produkt aus Tonnage und Versandweite) stieg um 3,7 Prozent. Anfang August hatte die Bundesregierung in ihrer „Gleitenden Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr" mitgeteilt, dass der Schienenverkehr in diesem Jahr voraussichtlich erneut auf höhere Wachstumsraten als der Straßenverkehr kommen werde. „Immer mehr Schienenverkehr auf einem schrumpfenden Schienennetz, das geht auf Dauer nicht gut", so Flege.

Scharf kritisierte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer die Absicht einiger CDU-geführter Landesregierungen, am 19. September im Bundesrat die von der Bundesregierung beschlossene Erhöhung der Lkw-Maut zum Jahresanfang 2009 zu torpedieren. Flege: „Dies würde noch weniger Investitionen für die Schieneninfrastruktur bedeuten, da 38 Prozent der Lkw-Mauteinnahmen in die Schieneninfrastruktur investiert werden. Politiker, die die Lkw-Mauterhöhung verhindern wollen, müssen im Gegenzug sagen, wo das Geld für die Schieneninfrastruktur herkommen soll. Tun sie das nicht, betreiben sie reine Lkw-Politik".

Quelle und Kontaktadresse:
Allianz pro Schiene e.V. Maren Herbst, Pressesprecherin Reinhardtstr. 18, 10117 Berlin Telefon: (030) 2462599-0, Telefax: (030) 2462599-29

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