Pressemitteilung | Hartmannbund – Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
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Ingo Kailuweit: Zehn bis 15 Prozent der Praxen überflüssig - „Diese pauschale Diffamierung ist kaum noch zu überbieten!“

(Berlin) – Mit diesen Worten reagiert Dr. Hans-Jürgen Thomas, Vorsitzender des Hartmannbundes, auf die am Freitag (14. Januar) in der Frankfurter Rundschau veröffentlichte Äußerung des Vorstandsvorsitzenden der Kaufmännischen Krankenkasse. Ingo Kailuweit hatte behauptet, dass zehn bis 15 Prozent der Praxen nach Einführung der Praxisgebühr geschlossen werden könnten und etwa 20 bis 25 Prozent der niedergelassenen Ärzte fachlich und medizinisch nicht auf dem neuesten Stand seien.

„Der ewige Vorwurf, dass die niedergelassene Ärzteschaft nicht ausreichend fortgebildet sei, war schon vor der Festschreibung der Fortbildungspflicht in dem GKV-Modernisierungsgesetz aus der Luft gegriffen,“ stellt Dr. Thomas klar und erläutert, dass Ärzte nunmehr innerhalb von fünf Jahren ihr Fortbildungspensum nachweisen werden und so die immer wiederkehrende Behauptung ad absurdum führen werden.

Auch die These Kailuweits, dass aufgrund gesunkener Patientenzahlen durch die Praxisgebühr nunmehr Praxen geschlossen werden könnten, beurteilt Dr. Thomas als Fehleinschätzung: „Zwar sind mit der Gebühr die Patientenzahlen gesunken, allerdings dürfte dies bei den meisten Kollegen lediglich dazu geführt haben, dass diese nun mit Ihrem Budget auskommen und nicht zu Gunsten der Kassen, also auch der KKH, umsonst behandeln.“ Dass die Kassen sich diesen Zustand zurück wünschen, sei zwar ökonomisch nachvollziehbar, könne aber nicht im Interesse der Patienten liegen, so Dr. Thomas. Des Weiteren sei davon auszugehen, dass niedergelassene Ärzte bei einer geringen Auslastung der Praxis, dieselbe aus unternehmerischen Gründen schließen würden, stellt Dr. Thomas abschließend fest und bemerkt, dass dann in einigen Regionen die medizinische Versorgung der Bevölkerung gefährdet würde. In den neuen Ländern sei das schon heute der Fall.

Quelle und Kontaktadresse:
Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle Schützenstr. 6 a, 10117 Berlin Telefon: 030/2062080, Telefax: 030/20620829

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