Pressemitteilung | Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO)

Innovative Therapien bei Blut- und Krebskrankheiten: Gezielt und mit Unterstützung des Immunsystems

(Hamburg / Berlin) - Am 10. Oktober beginnt in Hamburg die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie. Bis zum 14. Oktober werden sich Expertinnen und Experten für medikamentöse Tumortherapie über aktuelle Forschungsergebnisse austauschen und neue präventive, kurative und palliative Therapiekonzepte diskutieren.

Die Jahrestagung der deutschsprachigen Fachgesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie ist ein Forum zur Kommunikation, Wissenserweiterung und Präsentation der neuesten Ergebnisse aus der Erforschung und Behandlung von Blut- und Krebserkrankungen. Im Brennpunkt der Jahrestagung unter der Leitung der Kongresspräsidenten Prof. Carsten Bokemeyer und Prof. Norbert Schmitz stehen die aktuellen Erfolge der Immuntherapie und die Fortschritte bei einzelnen Krankheitsbildern wie den malignen Lymphomen, den Tumoren des Verdauungstrakts und des Urogenitaltrakts.

Des Weiteren diskutieren Expertinnen und Experten die zunehmende Prävalenz maligner Erkrankungen durch Chronifizierung von Tumorerkrankungen sowie den Anstieg der Zahl von Krebspatientinnen und -patienten aufgrund des demografischen Wandels. Dabei gehören zu den Herausforderungen einer zukünftigen onkologischen Versorgung unter anderem körperliche Langzeitfolgen, sozialmedizinische Probleme, psychologische Komplikationen und Komorbiditäten sowie Aspekte des Lebensstils. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Rahmenbedingungen für die Durchführung qualitativ hochwertiger klinischer Studien. Die in den letzten Jahren erzielten Erfolge bei der Behandlung von Krebserkrankungen - beispielsweise durch die Entwicklung neuer Medikamente - wären ohne die Durchführung von klinischen Studien nicht denkbar.

Die Jahrestagung der deutschsprachigen Fachgesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie bietet - wie in den vergangenen Jahren - eine Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Im Rahmen des Studententages am Samstag, den 11. Oktober, haben Studierende der Humanmedizin und verwandter Fächer die Möglichkeit, sich über berufliche Perspektiven des Fachgebiets zu informieren. Der Studententag soll dem ärztlichen Nachwuchs die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung nahebringen und dazu motivieren, sich im Rahmen der internationalen Entwicklung den Herausforderungen der Zukunft und der Faszination des Fachgebietes zu stellen und sich dort langfristig zu engagieren. Die zentrale Rolle der Nachwuchsförderung macht Prof. Mathias Freund, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO e. V., deutlich: "Der Stand des medizinischen Wissens unterliegt einem kontinuierlichen Erweiterungs- und Erneuerungsprozess. Besonders in der Onkologie geht dieser Prozess rasant vonstatten. Damit bietet unser Fachgebiet unseren jungen Kolleginnen und Kollegen ein äußerst herausforderndes und interessantes Arbeitsfeld."

Die Pflege spielt in der Versorgung von Krebspatientinnen und Krebspatienten sowie deren Angehörigen eine zentrale Rolle. Dabei hat im Rahmen der pflegerischen Versorgung in den letzten Jahren eine zunehmende Professionalisierung stattgefunden. Für eine moderne onkologische Versorgung ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit unbedingt notwendig. Zu diesen Aspekten tauschen sich am 11. und 12. Oktober onkologische Pflegekräfte und in psychosozialen Bereichen Tätige aus.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) Pressestelle Alexanderplatz 1, 10178 Berlin Telefon: (030) 27876089-0, Fax: (030) 27876089-18

(cl)

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