Pressemitteilung | Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW)
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IW-Bildungsmonitor / Lehrkörper ist überaltert

(Köln) - Die Bundesländer haben zuletzt einige bildungspolitische Hausaufgaben gemacht, müssen in Sachen Personalplanung allerdings nachsitzen. Dies folgt aus dem Bildungsmonitor 2007 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Danach hat die kurzsichtige Personalpolitik der vergangenen Jahre dazu geführt, dass in Westdeutschland im Schuljahr 2005/2006 gut die Hälfte der Lehrer an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen älter als 50 Jahre war. Am gravierendsten ist die Überalterung des Lehrkörpers in Bremen und Hamburg – dort zählen jeweils fast 40 Prozent der Pädagogen mehr als 55 Lenze. Den ostdeutschen Bundesländern geht es nur auf den ersten Blick besser. Denn dort sind bereits 60 Prozent der Lehrerschaft mindestens 45 Jahre alt, sodass spätestens in fünf Jahren die Mehrzahl der Unterrichtenden zur Generation 50plus gehören wird.

Verschärft wird das Problem zum einen dadurch, dass die Zahl der Lehramtsstudenten und der Absolventen des Vorbereitungsdienstes zu gering ist, um die drohenden Löcher in der Personaldecke zu stopfen. Zum anderen unterrichten viele Lehrkräfte nicht bis zum regulären Ruhestandsalter von 65 Jahren – von den mehr als 15.500 im Schuljahr 2005/2006 pensionierten Lehrern schieden fast 30 Prozent wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig aus.

Axel Plünnecke, Ilona Riesen, Oliver Stettes: Bildungsmonitor 2007, IW-Analysen Nr. 34, Köln 2007, 120 Seiten, 19,80 Euro. Bestellung über Fax: 0221 4981-445 oder unter: www.divkoeln.de.

Quelle und Kontaktadresse:
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) Pressestelle Gustav-Heinemann-Ufer 84-88, 50968 Köln Telefon: (0221) 4981-510, Telefax: (0221) 4981-533

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