Pressemitteilung | Baukammer Berlin Körperschaft des öffentlichen Rechts

Ja zur Verlängerung der Französischen Straße / Nein zu Berlins Mitte als Fuß- und Radweg

(Berlin) - Die Baukammer Berlin begrüßt die Überlegungen der Senatsverwaltung, die Französische Straße bis zur Ebertstraße baulich zu verlängern. Diese Maßnahme wäre einem fließenden Autoverkehr geschuldet und könnte die Sperrung des Brandenburger Tors für KfZ kompensieren.

Nicht in Ordnung ist, das Zentrum Berlins dauerhaft zur Fußgänger- und Radfahrerzone umzuwidmen. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Wilhelmstraße für den Autoverkehr zeitlich unbegrenzt gesperrt bleiben soll. Es ist ebenso wenig vertretbar für den hauptstädtischen Verkehr einer Metropole, das Gebiet um die Mittelstraße und die US-Botschaft hermetisch abzuriegeln. Schon jetzt ist zu befürchten, dass die Behrenstraße, analog zur Wilhelmstraße – also zweier zentraler Straßen, die für die Umgehung des Autoverkehrs um das Brandenburger Tor von Ost und West von zentraler Bedeutung sind - ebenfalls dauerhaft verbarrikadiert wird. Die geplante US-Botschaft und das Mahnmal dort könnten nur durch Vollsperrungen gesichert werden, heißt es aus dem Senat. Dies ist – auch angesichts des Sicherheitsbedürfnisses der Botschaften – nicht vertretbar. Berlin als Hauptstadt muss für Autos in diesem zentralen Bereich befahrbar bleiben, um die vorhandene Verkehrsinfrastruktur nicht zu schwächen und als Standort attraktiv zu bleiben. Es kann nicht sein, dass ausländische Botschaften sich zum nachhaltigen Verkehrshindernis in Berlin wandeln. Kann der Senat die Sicherheit nicht unauffälliger gewährleisten, muss über einen Wegzug der Botschaften in Nebenstraßen - zumindest zeitweise - dringend nachgedacht werden - im Interesse der Stadt.

Quelle und Kontaktadresse:
Baukammer Berlin Körperschaft des öffentlichen Rechts Gutsmuthsstr. 24, 12163 Berlin Telefon: 030/79744300, Telefax: 030/79744329

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