Jahresbericht 2006 der Handelskammer Bremen und IHK Bremerhaven / Positive Entwicklung bremischer Stärken zeigt Wirkung auf dem Arbeitsmarkt
(Bremen) - Die bremische Wirtschaft hat sich im zurückliegenden Jahr positiv entwickelt. In den zentralen Branchen wie der Hafen- und Logistikwirtschaft, der Industrie und auch wieder im Einzelhandel haben sich die konjunkturellen Aussichten spürbar verbessert. Dieser positive Trend wirkte sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. So hat sich die Zahl der Erwerbslosen innerhalb eines Jahres um elf Prozent verringert. Im selben Zeitraum war bei der Eintragung zusätzlicher Ausbildungsverhältnisse in Bremen ein Plus von 7,3 Prozent zu verzeichnen. In Bremerhaven lag der Zuwachs bei 6,7 Prozent. Dies betonten Handelskammer-Präses Dr. Patrick Wendisch und Claus Brüggemann, Präsident der IHK Bremerhaven, sowie die Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger (Bremen) und Michael Stark (Bremerhaven) bei der Vorstellung des gemeinsamen Jahresberichts 2006 der beiden Kammern.
Präses Dr. Wendisch und Präsident Brüggemann: Die Zuwächse im Hafen- und Logistikbereich mit einer Verdoppelung des Gesamtumschlags innerhalb von zehn Jahren auf 65 Millionen Tonnen in 2006 zeigen beispielhaft, dass sich kluge Investitionen in die öffentliche Infrastruktur auszahlen. Für eine zukunftsorientierte Positionierung Bremens sei es daher unabdingbar, weiterhin in die wirtschaftlichen Stärken zu investieren. Um bei den konsumtiven Ausgaben zu weiteren Einsparungen zu kommen, müssen vor allem in den Leistungshaushalten anreizorientierte Strukturen geschaffen und muss ein ineffizienter Einsatz knapper Mittel vermieden werden, sagten die beiden Präsidenten. Hierzu müssten auch die Chancen der regionalen Zusammenarbeit in der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten verstärkt genutzt werden: Es ist richtig, dass die Wirtschaft in die Gremien der Metropolregion eng eingebunden ist. In der Diskussion um eine grundlegende Reform der Finanzsystems zwischen Bund und Ländern müsse sich Bremen positiv positionieren und vehement auf die eklatanten Ungerechtigkeiten im bestehen System hinweisen.
Mit Blick auf bundesweite Vorurteile sei es außerdem dringend notwendig, Bremens Stärken stärker als bisher nach außen zu kommunizieren. Die Präsidenten betonten: Das bestehende Kommunikationsdefizit werden unsere beiden Kammern in einer gemeinsamen bundesweiten Imagekampagne mit dem Senat aufholen, die in wenigen Tagen starten wird.
Neben der Metropolregion Bremen-Oldenburg stehen die Fortsetzung des Regionalen Pakts für Ausbildung, der insbesondere für die mittelständische Wirtschaft dringend erforderliche Bürokratieabbau und eine vorrausschauende Gewerbeflächenentwicklung im Mittelpunkt des gemeinsamen Jahresberichts der beiden Kammern: Der Pakt für Ausbildung hat sich bewährt. Mit landesweit 781 neuen Ausbildungsplätzen wurde die Zielzahl des Paktes im Land Bremen um 501 Plätze deutlich überschritten und dies bei 3.867 eingetragenen Ausbildungsverhältnissen in Handel und Gewerbe im Land Bremen insgesamt, sagten Präses Dr. Wendisch und Präsident Brüggemann. Auch die Einstiegsqualifizierung sei überaus erfolgreich verlaufen: Mehr als 60 Prozent der Jugendlichen wurden nach Abschluss dieser sechs- bis zwölfmonatigen Qualifizierung in eine Ausbildung übernommen.
Für Bürokratieabbau und Deregulierung gebe es insbesondere auch auf Landesebene Chancen, so Präses Dr. Wendisch und Präsident Brüggemann: Das Bremische Mittelstandsförderungsgesetz und eine erste Flexibilisierung der Kfz-Zulassung waren hier im zurückliegenden Jahr Meilensteine. Wichtig für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Bremen sei außerdem eine vorausschauende Gewerbeflächenentwicklung: Für eine prosperierende Wirtschaft müssen in ausreichender Menge attraktive Flächen für bestehende Unternehmen und auswärtige Interessenten zur Verfügung stehen, sagten die beiden Präsidenten.
Den Jahresbericht 2006 können Sie unter folgendem Link herunterladen:
http://www.handelskammer-bremen.ihk24.de/servicemarken/ihk_aktuell/Versteckte_Dateien/Jahresbericht_2006.pdf
Quelle und Kontaktadresse:
Handelskammer Bremen
Dr. Stefan Offenhäuser, Referent, Public Relations
Am Markt 13, 28195 Bremen
Telefon: (0421) 36370, Telefax: (0421) 3637299
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