Pressemitteilung | Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg

Kanditatur zum Vorstand / Baumgärtner wirft seinen Hut in den Ring

(Stuttgart) – Vor den Delegierten der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Nord-Württemberg hat Dr. med. Werner Baumgärtner offiziell seine Absicht bekundet, für den Vorsitz der neuen KV Baden-Württemberg zu kandidieren. Dr. Norbert Metke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender in Nordwürttemberg, verkündete, dass er für den Vorstandsvorsitz der KBV in Berlin kandidieren werde.

Ab 2005 wird der 5-köpfige Vorstand der Landes-KV in Baden-Württemberg für eine Legislaturperiode von sechs Jahren aus zwei Hausärzten, zwei Fachärzten und einem geschäftsführenden Vorstandsmitglied bestehen. Für den hausärztlichen Bereich haben bisher Dr. Baumgärtner, KV-Chef in Nord-Württemberg und Dr. Achim Hofmann-Goldmayer, KV-Vize in Südwürttemberg ihren Hut in den Ring geworfen.

Baumgärtner drückte sein Bedauern darüber aus, dass der künftige Vorstand gemäß dem Willen des Gesetzgebers kein Organ der ärztlichen Selbstverwaltung mehr sein werde. „Dennoch oder gerade deshalb wird es eine vordringliche Aufgabe sein, die Bereiche zu verteidigen, in denen die KV eine echte Interessenvertretung der Ärzte und Psychotherapeuten sein kann. Eine bloße Reduzierung auf die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben kann nicht unsere Stoßrichtung sein.“

Gegenüber den Delegierten, führte er weiter aus, dass gerade im Fusionsprozess ihre Mitbeteiligung an der weiteren Gestaltung der ärztlichen Selbstverwaltung von großer Wichtigkeit sei. „Auch wenn die KV Nord-Württemberg mit dem Jahresende Geschichte sein wird, geht doch unsere Arbeit für die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten im Land weiter. Wir fangen durch die Vorarbeit, die überall und insbesondere auch von Stuttgart aus geleistet wurde, mit der KV Baden-Württemberg nicht bei Null an. Wir haben Grundlagen geschaffen, die ein gutes Fundament für die weitere Arbeit sein werden“, so Baumgärtner. Man werde die aktive Rolle, die Nordwürttemberg immer gespielt habe, bewahren und als zweitgrößte KV der Bundesrepublik eine gewichtige Rolle übernehmen.

Als große Herausforderung bezeichnete der KV NW-Vorsitzende innerhalb der neuen Versorgungsformen von Disease Management Programme (DMP) bis hin zu Medizinischen Versorgungszentren die Auseinandersetzung mit Hausarztzentrierten Versorgungsmodellen. „Allen Modellen, die den Hausarzt als einen Primärarzt sehen wollen, müssen wir als KV eine Absage erteilen. Mit solchen Modellen würden nur die Grabenkämpfe zwischen dem hausärztlichen und dem fachärztlichen Bereich neu entfacht.“ Die KV NW favorisiert hingegen ein Modell, das die Zusammenarbeit zwischen dem Hausarzt und dem Facharzt explizit stärkt und welches den Patienten auch künftig die freie Arztwahl ermöglicht. So soll es funktionieren: Geht ein Patient zuerst zum Facharzt, muss dieser verpflichtend noch am selben Tag den Hausarzt über den Kontakt informieren. Der Hausarzt entscheidet dann, ob der Patient beim Facharzt verbleibt, oder ob die Behandlung im hausärztlichen Bereich fortgesetzt werden kann. „Der Vorteil liegt auf der Hand. Die beteiligten Ärzte steuern gemeinsam den Patienten im gesamten System. Ein Doctor-Shopping und Doctor-Hopping wird durch die verbesserte und verbindliche Kommunikation eingeschränkt.“ Die KV NW wird den Baden-Württembergischen Krankenkassen Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung vorlegen.

Quelle und Kontaktadresse:
Kassenärztliche Vereinigung Nord-Württemberg Albstadtweg 11, 70567 Stuttgart Telefon: 0711/78750, Telefax: 0711/7875274

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