KarstadtQuelle: ver.di warnt vor Arbeitsplatzabbau / Konzern soll günstige Rahmenbedingungen nutzen
(Berlin) - Nach der Gewinnwarnung des KarstadtQuelle-Konzerns hat die stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Margret Mönig-Raane die Unternehmensleitung vor weiterem Arbeitsplatzabbau gewarnt. Die Beschäftigten haben durch Einkommensverzicht und den Abbau von weit über 1.000 Arbeitsplätzen ihren Beitrag bis zur Schmerzgrenze geleistet, sagte die ver.di-Vize-Chefin. Die Arbeitnehmer würden nicht noch einmal die Suppe auslöffeln, die andere eingebrockt haben.
Statt die Motivation der Beschäftigten zu untergraben und Zukunftsängste zu verbreiten, solle die Unternehmensleitung die Chancen am Markt wahrnehmen, sagte Mönig-Raane. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien viel günstiger als in den vergangenen Jahren. Der Bundesverband des deutschen Versandhandels erwartet aufgrund neuer Kauflust und dem boomenden Onlinehandel für dieses Jahr ein Wachstum um drei Prozent. Dabei könnten die Spezialversender, die Teleshoppinganbieter und Internetversender wie in den letzten Jahren überproportionalen Zuwachs verzeichnen. Wer in dieser Situation Spezial-Versandunternehmen verkauft, handelt wirtschaftlich falsch, sagte die Gewerkschafterin.
Die angekündigten Einschnitte bei Logistik, Personal und Call-Center der Universalversender Quelle und Neckermann sollten ausgesetzt und die Kraft sowie das tägliche Engagement aller Beschäftigten für die Neuausrichtung der Versandhandelssparte genutzt werden, forderte Mönig-Raane. Kreativ und konzentriert können Menschen nur arbeiten, wenn sie nicht täglich Angst um ihren Arbeitsplatz, um ihr Einkommen und um ihre Zukunft haben müssen. Die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und Aufgabe bewährter Regelungen durch Ausgliederungen und Tarifflucht hätten bereits genug Schaden angerichtet.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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