KDFB-Appell: Machen Sie den 8. März zum „Wähltfrauentag"!
(München) - Am 8. März ist Weltfrauentag – und in Bayern finden Kommunalwahlen statt. Das ist eine historische Chance für mehr Geschlechtergerechtigkeit in unseren Rathäusern und Landratsämtern.
Die kommissarische KDFB-Landesvorsitzende Tanja Pichlmeier appelliert an alle Wahlberechtigten: „Nutzen Sie Ihre Stimme bewusst, um mehr Frauen in die Kommunalpolitik zu bringen! Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an parlamentarischen Entscheidungsprozessen tut der ganzen Gesellschaft gut. Machen Sie aus dem Weltfrauentag einen Wähltfrauentag – für eine Kommunalpolitik, die uns alle repräsentiert."
Die Zahlen zeigen, wie dringend notwendig Veränderung ist: Nur rund zehn Prozent der (Ober-)Bürgermeisterämter sind mit Frauen besetzt. Von den 25 kreisfreien Städten werden nur drei von Frauen geführt (12 %), in den 29 Großen Kreisstädten sind es ebenfalls nur drei (10 %). In den kreisangehörigen Gemeinden liegt der Frauenanteil in Führungspositionen bei gerade einmal 9,7 %. Und obwohl Bayern bereits 1970 die erste Landrätin hatte, werden heute nur 7 von 71 Landratsämtern von Frauen geleitet.
Der KDFB Bayern ist Mitinitiator des überparteilichen Aktionsbündnisses „Bavaria ruft!", das seit März 2025 Frauen ermutigt, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren und für ein kommunales Amt zu kandidieren. Jetzt, am 8. März, geht es darum, dass diese Kandidatinnen auch gewählt werden.
Bei den Kommunalwahlen werden etwa 10,05 Millionen Einwohner stimmberechtigt sein. Mit 5,13 Millionen ist knapp über die Hälfte der Stimmberechtigten weiblich, was einem Anteil von 51 Prozent entspricht.
Insgesamt stellen sich am 8. März 42.057 Bewerber*innen zur Wahl. Das entspricht einem leichten Anstieg von rund 2,0 Prozent gegenüber den Kommunalwahlen 2020. Die Zahl der Frauen unter den Bewerbern (14.664) stieg gegenüber 2020 geringfügig um rund 3,5 Prozent an, was einem Zuwachs des Frauenanteils um etwa 1,5 Prozentpunkte entspricht.
Pichlmeier ordnet diesen Trend ein: „Dass sich mehr Frauen als 2020 zur Wahl stellen, zeigt: Unsere Botschaft kommt an – mehr Frauen trauen sich, und das ist gut so. Doch ein Zuwachs von 1,5 Prozentpunkten macht deutlich, wie weit der Weg zu wirklicher Parität noch ist. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Frauen, die kandidieren, auch gewählt werden."
Der Katholische Deutsche Frauenbund - Landesverband Bayern ist mit 119.000 Mitgliedern der größte Frauenverband des Freistaats. Gegründet 1911 von Ellen Ammann, setzt er sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und in der Arbeitswelt ein.
Quelle und Kontaktadresse:
Katholischer Deutscher Frauenbund e.V. (KDFB) - Landesverband Bayern, Gerlinde Wosgien, Referent(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Schraudolphstr. 1, 80799 München, Telefon: 089 286236
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