Keine Akzeptanz für Tarifabschluss zwischen Genossenschaftsbanken und kleinen Verbänden
(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) weist das Tarifergebnis von DBV und DHV mit den Arbeitgebern der Genossenschaftsbanken strikt zurück. "Das ist ein skandalöser Billigabschluss, der keine Basis für einen Tariffrieden darstellt", kritisiert ver.di-Bundesvorstandsmitglied Uwe Foullong. "Mit diesem Tarifergebnis verlieren die Beschäftigten Geld, weil noch nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen wird." Allerdings gelte dieser Dumpingtarifvertrag ohnehin nur für die wenigen DBV- und DHV-Mitglieder.
Mit der Anhebung der Gehälter um 3 Prozent ab 1. September 2008 erhielten die Beschäftigten in diesem Jahr real weniger als 2 Prozent bei einer für 2008 prognostizierten Inflationsrate von 2,9 Prozent, betonte Foullong. Auch die über gut 4 Jahre dargestellten Gehaltserhöhungen von insgesamt 9,3 Prozent würden im Durchschnitt pro Jahr weniger als 2 Prozent, also unterhalb der Inflationsrate liegen. "Die Beschäftigten bei den Genossenschaftsbanken leisten immer mehr und erhalten über mehrere Jahre real weniger Geld - das haben sie nicht verdient", so der Gewerkschafter.
Besonders skandalös sei, dass DBV und DHV die Arbeitgeberforderungen nach variablen Tarifeinkommen erfüllt hätten. So soll das 13. Gehalt komplett wegfallen, wenn der Unternehmenserfolg bestimmte Kennziffern nicht erreicht. Zudem sollen bis zu fast zwei Gehälter pro Jahr gestrichen werden, wenn individuelle Ziele nicht erreicht werden.
"DBV und DHV schenken den Arbeitgebern Geld der Beschäftigten - ein ungeheuerlicher Vorgang, den ver.di nicht mittragen wird, der jedoch zu einer tarifpolitischen Spaltung bei den Genossenschaftsbanken führt", erklärte Foullong.
In den nächsten Wochen werde der Konflikt in den Betrieben mit den Beschäftigten erörtert. Es werde zu Protestaktionen kommen.
Arbeitskampfmaßnahmen seien nicht mehr auszuschließen.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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