Keine Endverbraucher in Modezentren! / BTE fordert auch weiterhin strenge Zugangskriterien
(Köln) - Vor kurzem haben einige Modezentren ihren Austritt aus dem Interessenverbund ModeCentren (IMC) zum Jahresende 2006 erklärt. Damit verbunden ist zum Teil auch eine Kündigung des Eingangskontroll-Systems rund um den Profashionalpass, den Einkäuferausweis des Textileinzelhandels.
Zur Erläuterung: Der Profashionalpass entstand vor zehn Jahren als Zusammenlegung der Karten Profashionalcard BTE/Igedo und Passcard der Modezentren. Den Profashionalpass erhält nur, wer neben Gewerbeanmeldung und Foto vom Ladenlokal - einen jährlichen Warenbezug von mindestens 25.000 EUR nachweisen kann. Bei vielen Modezentren kann zudem nur über den Profashionalpass die Parkschranke bedient werden. Zusätzlich finden in den Centren dann noch Eingangskontrollen in unterschiedlicher Intensität statt.
Vor diesem Hintergrund betrachtet der BTE das Ausklinken der betreffenden Einkaufsstätten des Fachhandels aus dem Profashionalpass-System mit großer Sorge. Gerade Modezentren sind immer wieder Anlaufstätte von Personen, die dort ihren Privatbedarf decken möchten. Mit dem Profashionalpass haben Modehandel, Modeanbieter, Modezentren sowie Modemessen ein bewährtes Instrument, das fachfremde Einkäufer von diesen Warenbeschaffungsstätten des Einzelhandels soweit wie möglich fernhält.
Aktuelle Beispiele: Die Modezentren Leipzig-Schkeuditz und MTC München beabsichtigen jeweils, eine eigene Karte herauszugeben. Eine Kontrolle der Ausgabekriterien durch den BTE findet nicht statt. Damit steigt nach Ansicht des BTE die Gefahr, dass Endverbraucher Zutritt erhalten und dann ggf. auch dort einkaufen.
Tatsache ist: Auch an den Modezentren geht der Strukturwandel der Modebranche nicht vorbei. Einige Zentren leiden unter Überkapazitäten. Die Centermanager gehen mit dieser Herausforderung, freie Mietflächen zu belegen und die Besuchsfrequenz zu erhöhen, unterschiedlich um. Beschwerden aus dem Fachhandel, die den BTE in den vergangenen Wochen erreichten, weisen darauf hin, dass die Maßnahmen nicht immer im Interesse des Textileinzelhandels - und der Markenanbieter liegen.
Der BTE appelliert deshalb an alle Modezentren, weder die Zugangskriterien für ihr Haus aufzuweichen noch Zugangskontrollen abzuschaffen oder zu vernachlässigen. Als bewährtes Instrument der Einkäuferlegitimation sollte der Profashionalpass genutzt werden. Schließlich wird der Profashionalpass von mehreren Verbänden wie German Fashion und Gesamttextil als einzig akzeptierte Legitimation anerkannt.
Der BTE wird die Entwicklung rund um die Modezentren sorgfältig beobachten. In diesem Zusammenhang wird der Fachhandel gebeten, den BTE über unzureichende Zutrittskontrollen einzelner Häuser zu informieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels e.V. (BTE)
Jürgen Dax, Geschäftsführer
An Lyskirchen 14, 50676 Köln
Telefon: (0221) 921509-0, Telefax: (0221) 921509-10
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