Keine heiße Luft kaufen! / VERBRAUCHER INITIATIVE informiert zu CO2-Abschlägen im Flugverkehr
(Berlin) - Auch wer eine CO2-Abgabe auf sein Flugticket zahlt, hat nach Ansicht der VERBRAUCHER INITIATIVE noch keinen Grund für ein gutes Gewissen. Denn es kommt darauf an, was mit dem Geld geschieht. Ohnehin ist die Kompensation immer nur die zweitbeste Lösung: Wer klimafreundlich reisen will, verzichtet am besten auf das Flugzeug.
Wer auf Flugreisen nicht verzichten kann, für den sind CO2-Abschläge ein sinnvolles Instrument, die entstehenden Klimaschäden auszugleichen. Allerdings sollten Verbraucher sichergehen, dass ihre Zahlung auch wirklich dem Klima nutzt. Wer Klimaschutz zum Billigtarif haben will, läuft Gefahr heiße Luft zu kaufen, warnt Ralf Schmidt-Pleschka, Umweltreferent der VERBRAUCHER INITIATIVE.
Der Bundesverband rät Verbrauchern Kompensationsangebote kritisch auf die folgenden Punkte hin zu überprüfen:
Die Höhe des Abschlags muss der realen Klimawirkung entsprechen. Die von Flugzeugen in großer Höhe freigesetzten Klimagase schaden dem Klima dreimal mehr als bodennahe Emissionen. Das muss sich in der Berechnung des Abschlags wiederfinden.
Die gegeneinander verrechneten CO2-Mengen müssen von einer unabhängigen Einrichtung, z. B. dem TÜV, zertifiziert sein.
Verbraucher müssen erkennen können, wo das gezahlte Geld hinfließt. Werden nur Emissionszertifikate gekauft und stillgelegt, sollte man stutzig werden. Besser ist es, wenn das Geld unmittelbar in ein konkretes Klimaschutzprojekt fließt.
Die Klimaschutzprojekte selbst müssen umweltverträglich sein und sollen die Lebensverhältnisse der lokalen Bevölkerung verbessern. Stauseen und andere Großprojekte erfüllen dieses Kriterium oftmals nicht.
Die positive Klimawirkung muss irreversibel sein, Aufforstungen scheiden zum Beispiel als seriöse Kompensationsprojekte aus.
Die VERBRAUCHER INITIATIVE verweist darauf, dass bei unabhängigen Tests in Deutschland bislang atmosfair am besten abgeschnitten hat, vor allem wegen der realistischen Berechnung der Klimawirkung und der Höhe der Kompensationszahlung sowie dem nachweislichen Nutzen der Kompensationsprojekte für das Klima und die lokale Bevölkerung.
Quelle und Kontaktadresse:
Die Verbraucher Initiative e.V.
Pressestelle
Elsenstr. 106, 12435 Berlin
Telefon: (030) 5360733, Telefax: (030) 53607345
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