Pressemitteilung | Hartmannbund – Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.

Keine Verzögerung bei der Einführung des Arbeitszeitgesetztes / Endlich humane Arbeitszeiten im Krankenhaus

(Berlin) - "Es darf nicht sein, dass die lang erwartete und heiß erkämpfte Novellierung des Arbeitszeitgesetzes weiter hinausgezögert wird. Dies kann die Ärzteschaft nicht akzeptieren!" So kommentiert Dr. med. Uwe Mauz, Vorsitzender des Arbeitskreises "Junge Ärzte" im Hartmannbund, das Vorhaben der Koalitionspartner, die zweijährige Übergangszeit zur Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes über den 01. Januar 2006 hinaus zu verlängern.

"Die Arbeitsbedingungen in deutschen Krankenhäusern sind im europäischen Vergleich miserabel. Rechnet man unsere unbezahlten Überstunden mit ein, müssen wir für den Stundenlohn eines Facharbeiters unter großer Belastung hochqualifizierte Arbeit leisten. Da erstaunt es nicht, wenn immer mehr Ärzte frustriert ins Ausland abwandern", so der Arbeitskreis-Vorsitzende.

Die Bundesregierung tue sich keinen Gefallen, wenn sie statt der dringend nötigen Strukturreform des Gesundheitswesens kurzsichtige Zugeständnisse an einzelne Gruppen, wie etwa an die Krankenhausträger mache, kommentiert Mauz. "Die klare Definition von Bereitschaftsdienst als Arbeitszeit muss im Sinne einer sicheren Patientenversorgung und des Gesundheitsschutzes für angestellte Ärzte zum lange vorgesehenen Datum umgesetzt werden!"

Quelle und Kontaktadresse:
Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle Kerstin Gorges, Pressestelle Schützenstr. 6 a, 10117 Berlin Telefon: (030) 2062080, Telefax: (030) 20620829

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