Kirche im Dorf lassen / PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband kritisiert Missbrauchsdiskussion
(Frankfurt) - Vor einer neuen Missbrauchsdebatte warnt der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband anlässlich der Forderung des parlamentarischen Geschäftsführers der SPD Wilhelm Schmidt, Missbrauch in Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe stärker zu bekämpfen.
Wer, wie Schmidt, für die Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe eintritt, fällt sich selbst in den Rücken, wenn er zugleich die Bezieher dieser Leistungen diskreditiert und pauschalen Verdächtigungen aussetzt, kritisiert Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider die Äußerungen Schmidts im Deutschlandfunk. Es seien weniger die einzelnen Fälle von Sozialbetrug, die die Akzeptanz von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe in der erwerbstätigen Bevölkerung gefährden, als vielmehr die ständige Suggestion massenhaften Mißbrauchs.
Dass Missbrauchstatbestände verfolgt werden müssen, versteht sich von selbst mahnt Schneider, allerdings sollte man bei öffentlichen Äußerungen die Kirche im Dorf lassen. Schmidt hatte im Deutschlandfunk erklärt, es gebe nicht selten den Fall, dass Arbeitslosenhilfebezieher oder auch Sozialhilfebezieher nebenbei schwarz arbeiten. Die kommunalen Stellen müssten in die Lage versetzt werden, mehr Druck auszuüben. Schneider: Wir würden uns freuen, ähnlich kämpferische Aussagen einmal zur Frage der Steuerhinterziehung zu hören.
Quelle und Kontaktadresse:
Pressekontakt: Dr. Ulrich Schneider, Telefon: (0 69) 67 06 222, Mobil: (01 72) 6 70 42 15, Quelle: Paritätischer Wohlfahrtsverband e.V.
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