Kirsch: Soldaten erwarten von der Politik klares Bekenntnis zum Einsatz / Landesversammlung Süddeutschland stellt Weichen für bessere soziale Rahmenbedingungen in den Streitkräften
(Bad Kissingen) - Der Vorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberstleutnant Ulrich Kirsch, hat auf der Landesversammlung Süddeutschland in Bad Kissingen Regierung und Bundestag mit deutlichen Worten aufgefordert, der Öffentlichkeit Klarheit über den Einsatz der deutschen Streitkräfte am Hindukusch zu vermitteln. Es sei nicht länger akzeptabel, dass junge Fallschirmjäger nach Rückkehr vom Afghanistan-Einsatz sich in der Heimat selbst rechtfertigen müssten. "Eine erneute Erklärung der Bundeskanzlerin, was unsere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan leisten, ist überfällig." Es sei der falsche Eindruck entstanden, dass im deutschen Verantwortungsbereich im Norden nur Brunnen gebohrt und ein bisschen Wiederaufbau betrieben würden. Die Lage in den vergangenen Monaten habe sich jedoch deutlich verschärft. Zunehmend würden unsere Soldaten in mitunter heftige Gefechte verwickelt.
260 Delegierte des Landesverbandes Süddeutschland des DBwV sind in Unterfranken versammelt, um die Leitanträge für die Hauptversammlung im November zu formulieren und somit die Weichen für die zukünftige Arbeit des Verbandes zu stellen. Den Soldatinnen und Soldaten aus Süddeutschland geht es dabei in erster Linie um eine bessere und gerechtere Bezahlung, bessere Rahmenbedingungen für ihren Dienst in den Streitkräften und eine bessere Vereinbarkeit von Dienst und Familie, die auch durch die langen Auslandsaufenthalte der Bundeswehr-Angehörigen leidet.
Im kommenden Jahr wird die 10. Panzerdivision aus Sigmaringen für die Dauer von zwölf Monaten als Leitverband die Einsatzgebiete auf dem Balkan und in Afghanistan abdecken. "Dies wird mit der Panzerbrigade 12 aus Amberg und der Gebirgsjägerbrigade 23 aus Bad Reichenhall eine Mammutaufgabe und eine Herausforderung für die Truppenteile und die Familien", sagte der Landesvorsitzende Süddeutschland, Stabsfeldwebel Gerhard Stärk. Der Landesverband Süddeutschland will deshalb weiterhin Schulungen zur Einsatzversorgung im Rahmen der Einsatzvorbereitung anbieten.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher BundeswehrVerband e.V. (DBwV), Bundesgeschäftsstelle
Wilfried Stolze, Pressesprecher
Südstr. 123, 53175 Bonn
Telefon: (0228) 3823-0, Telefax: (0228) 3823-220
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