Klimaschädlicher Flugverkehr in 2006 weiter angestiegen / VCD: Freiflugschein" für Luftverkehr abschaffen
(Berlin) - Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat angesichts des weiter zunehmenden Flugverkehrs gefordert, dessen steuerliche Begünstigung endlich zu beenden. Nach heute (17. Januar 2007) veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes gab es in Deutschland im vergangenen Jahr 5,5 Prozent mehr Fluggäste als in 2005. Die Befreiung von der Kerosin- und Ökosteuer sowie von der Mehrwertsteuer sei aufgrund der gravierenden Belastung des Klimas durch den Flugverkehr inakzeptabel. Dieser trage weltweit mittlerweile mit rund neun Prozent zum vom Menschen gemachten Klimawandel bei.
Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: Mit dem Flugzeug wird ausgerechnet das Verkehrsmittel am höchsten subventioniert, das unser Klima am stärksten aufheizt. Selbst von der vielbeschworenen Erhöhung der Mehrwertsteuer sind Flüge ins europäische Ausland, anders als Fernreisen mit der Bahn, nicht betroffen. Dieser ungerechte und klimaschädliche Freiflugschein für den Luftverkehr gehört endlich abgeschafft."
Insgesamt entgingen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück durch die Steuerbefreiungen des Flugverkehrs jährlich rund fünf Milliarden Euro. Der deutschen Volkswirtschaft entstünden darüber hinaus Folgekosten durch Abgase und Lärm in Höhe von sechs Milliarden Euro.
Der VCD fordert die Bundesregierung auf, sich im Rahmen ihrer Ratspräsidentschaft intensiv für die Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel einzusetzen. Da von Flugzeugen ausgestoßene Treibhausgase dreimal schädlicher auf das Klima wirkten, als am Boden emittiertes CO2, dürften die Zertifikate nur innerhalb der Flugverkehrsbranche gehandelt werden.
Das Bestreben der EU, den Flugverkehr in den Emissionshandel einzubeziehen, begrüßen wir. Das heißt aber nicht, dass auf andere Maßnahmen verzichtet werden darf. Um Kostengerechtigkeit gegenüber anderen Verkehrsträgern herzustellen, brauchen wir weitere Instrumente. Dazu gehört weiterhin die nationale Ticketabgabe, wie sie in Frankreich und Großbritannien bereits eingeführt wurde", so Michael Gehrmann.
Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband
Daniel Kluge, Pressesprecher
Kochstr. 27, 10969 Berlin
Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

