Pressemitteilung | Gesamtverband der Personaldienstleister (GVP) - Geschäftsstelle Münster
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Koalition verhandelt heute (4. März 2009) Abend über Mindestlohn für Zeitarbeitsbranche / iGZ appelliert an Politiker / Rasche Entscheidung zur Lohnuntergrenze gefordert

(Münster) - In eine neue Runde geht heute (4. März 2009) Abend in einer Nachtsitzung die Koalitionsdebatte um die Aufnahme einer Lohnuntergrenze für die Zeitarbeitsbranche im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles forderte im Vorfeld rasche Entscheidungen über die noch ausstehenden Streitpunkte. `Wir können (…) beim Mindestlohn für Leiharbeiter sofort zu Ergebnissen kommen, wenn die Union ihre Uneinigkeit beendet´, sagte sie der `Frankfurter Rundschau´.

Auch der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) setzt sich intensiv für die Realisierung einer fairen Lohnuntergrenze für die Zeitarbeitsbranche ein, um gerechte Löhne und einen fairen Wettbewerb der Anbieter gewährleisten zu können. In einem offenen Brief, der auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht wurde, wandte sich der iGZ mit der Bitte an Bundeskanzlerin Angela Merkel und alle Mitglieder des Deutschen Bundestages, eine klare, allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze zu schaffen, die sich an den unteren Grundentgelten in allen Flächentarifverträgen orientiert (7,35 Euro im Westen / 6,36 Euro im Osten).

Diese Maßnahme - so der Interessenverband - würde endlich Schluss machen mit einer Vielzahl von unfairen Absenkungs- bzw. Öffnungsklauseln zum Nachteil der Zeitarbeitskräfte, die von diesen Niedrigstlöhnen nicht ohne staatliche Hilfen auskömmlich leben können. Auch die neue EU-Richtlinie unterstreicht dieses politische Ziel, weil dort ebenfalls ein "angemessener Gesamtschutz" bei tariflichen Abweichungen vom Gleichbehandlungsgebot gefordert wird.

"Die Einführung einer angemessenen Lohnuntergrenze wäre ein Beitrag, den guten Ruf der Branche zu festigen und `Schwarze Schafe´ auszugrenzen. Ständige Lohnunterbietungswettbewerbe kann niemand wollen - am wenigsten die Unternehmen, die im weltweiten Wettbewerb auf Flexibilität und motivierte Mitarbeiter angewiesen sind", appellierte RA Werner Stolz, Bundesgeschäftsführer des iGZ, im Vorfeld der heutigen (4. März 2009) Koalitionsverhandlungen an die Politiker, nun eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Quelle und Kontaktadresse:
iGZ Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. Wolfram Linke, Leiter, Presse Erphostr. 56, 48145 Münster Telefon: (0251) 9811217, Telefax: (0251) 9811229

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