Kommunale Verantwortung für Bildung stärken / Die Landkreise sehen die Notwendigkeit für eine stärkere kommunale Verantwortung für und in Schulen
(Berlin) - "Bildung ist ein wichtiges Zukunftsthema für die Landkreise. Wir fangen über die Jugendhilfe und später auch Hartz IV vielfach das Versagen von Schulen auf, die auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler nicht richtig eingehen. Hilfen müssen aber so früh wie möglich ansetzen, bereits bei Kleinkindern, erst recht aber bei Schülern. Deswegen müssen wir uns stärker in die Schulen einbringen können ", sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages (DLT) Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz) heute (19. März 2007) in Berlin.
Der Verbandspräsident forderte, die strenge rechtliche Abschottung des inneren Schulbetriebes vom Verantwortungsbereich des Schulträgers zu überwinden und eine Verbindung mit den kreislichen Leistungen in den Bereichen Soziales, Jugend und Bildung im Interesse der betroffenen Schüler zu ermöglichen. Zum Beispiel solle die Entscheidung über Schulstandorte vor Ort getroffen werden können und die Schulaufsicht, wie in einzelnen Ländern schon der Fall, solle örtlich verantwortet werden, um möglichst nah an den Schulen zu sein. Auch die Besetzung der Schulleiterstellen dürfe nicht ohne Abstimmung mit den Landkreisen erfolgen. "Die öffentlichen Schulen müssen wieder attraktiver werden. Dazu möchten die Landkreise beitragen. Als Schulträger sind wir nur für das Schulgebäude und das nichttechnische Personal verantwortlich, ohne inhaltlich etwas beschicken zu können. Das muss geändert werden", forderte Duppré.
Und weiter: "Auch die Verzahnung von Kindergärten und Schulen muss besser werden. Bei den Kindertageseinrichtungen sammeln wir gute Erfahrungen mit der Umgestaltung zu Bildungseinrichtungen. Dies muss weiter verstärkt werden, damit Bildung die Kinder so früh wie möglich erreichen kann.
Wichtig ist daher der Ausbau der Angebote, gerade für die unter dreijährigen Kinder, der hohe Priorität genießt", so der Verbandspräsident abschließend.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Landkreistag, c/o Ulrich-von-Hassell-Haus
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