Kompensation der überhöhten CO2-Stromkosten sofort
(Essen) - Energieintensive Unternehmen müssen sofort von ihren ungerechtfertigt überhöhten Strompreisen entlastet werden, so der VIK - die Interessenvertretung großer Energiekunden in Industrie und Gewerbe. Dafür müssen jetzt bereits die Erlöse aus der Versteigerung von CO2-Zertifikaten genutzt werden und nicht erst ab 2013. Der VIK unterstützt daher vehement den entsprechenden Vorschlag von Staatssekretär Homann/BMWi vom 23. Januar 2009. Seit Einführung des CO2-Emissionshandels 2005 haben die deutschen Stromkunden jährlich bis zu 5 Milliarden Euro ohne Gegenleistung an die Stromerzeuger zahlen müssen: die bekannten CO2-Windfall Profits der EVU. Im vergangenen Jahr hat der Staat per CO2-Auktion zudem noch einmal rund 900 Millionen Euro eingenommen. Diese Zusatzkosten sind für die energieintensiven Unternehmen unerträglich und führen sie ganz besonders in der jetzigen schwierigen Wirtschaftslage schnell an die Grenze zum Ruin. Damit muss nun endlich Schluss sein! Allein ein Unternehmen wie z.B. Hydro Aluminium hatte 2006 dadurch 60 Mio. Euro unnötige Mehrkosten.
2008/9 hat sich die wirtschaftliche Lage dramatisch verschlechtert. Die in energieintensiven Branchen erzeugten Produkte lassen sich nur noch in geringeren Mengen und zu niedrigeren Preisen absetzen. Geblieben aus den vergangenen Jahren sind allerdings die völlig überhöhten Stromkosten, die bis in die Jahre 2009/10 ausstrahlen. Überhöht sind die Stromkosten, weil sowohl die Lage auf dem Strommarkt (enges Oligopol) als auch die Unfähigkeit der Politik zur Reparatur solcher drastischen Fehlentwicklungen die Einpreisung der geschenkten CO2-Emissionszertifikate in den Strompreis ermöglicht.
Es bleibt keine Zeit für politischen "Zank". Das Bundesumweltministerium und die gesamte Regierungskoalition sollten sich dieser Linie aus dem Bundeswirtschafts-ministerium anschließen. Schnelles Handeln der Politik ist gefragt, denn zehntausende Arbeitsplätze in energieintensiven Unternehmen, bei deren Zulieferern und ihren Weiterverarbeitern sind akut gefährdet. Arbeitsplätze, die - einmal abgebaut - nicht mehr zurückzugewinnen sind.
Quelle und Kontaktadresse:
VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft
Pressestelle
Richard-Wagner-Str. 41, 45128 Essen
Telefon: (0201) 810840, Telefax: (0201) 8108430
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