Kongo: Malteser begrüßen UN-Appell gegen Massenvergewaltigungen im Kongo
(Köln) - Die Malteser begrüßen den Appell des UN-Nothilfekoordinators Jan Egeland gegen Massenvergewaltigungen im Kongo vor dem UN-Sicherheitsrat. "Es wird Zeit, dass das Leid der Frauen ein Ende hat", erklärt Ursula Mesmer, die Leiterin des Projekts der Malteser für Opfer sexueller Gewalt in der Provinz Süd-Kivu: "Regierung wie Rebellen müssen entschlossen gegen Vergewaltigungen vorgehen." Egeland hatte in einer Reise durch den Kongo das Projekt der Malteser besucht, mit mehreren Opfern gesprochen und sich beeindruckt gezeigt von der Arbeit der Malteser und der lokalen Partner.
"Es ist gut, dass das Thema jetzt auch die Staatengemeinschaft beschäftigt", so Mesmer weiter: "Bisher wird kaum einer der Täter bestraft. Der Kongo muss nun mit internationaler Hilfe ein Rechtssystem aufbauen, das die Vergewaltigungen ahndet." Egeland hatte in seiner Rede am Freitag besonders die Straffreiheit der Täter kritisiert und von Präsident Joseph Kabila gefordert, Soldaten sofort zu entlassen, denen sexuelle Gewalt nachgewiesen wurde.
Malteser International betreibt seit 2003 ein Programm für Opfer sexueller Gewalt in Süd-Kivu. Im vergangenen Jahr haben die Malteser mehr als 9.000 vergewaltigte Frauen in eigens eingerichteten Zentren medizinisch behandelt und psychologisch betreut. Auch im Distrikt Ituri haben die Malteser ein ähnliches Programm gestartet. Insgesamt stellen sie im Osten des Kongo die Gesundheitsversorgung für 2,7 Millionen Menschen sicher.
Quelle und Kontaktadresse:
Malteser Hilfsdienst e.V.
Dr. Claudia Kaminski, Pressesprecherin
Kalker Hauptstr. 22-24, 51103 Köln
Telefon: (0221) 9822111, Telefax: (0221) 9822119
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