Pressemitteilung | vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V.
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Kongress „Kommunale Arbeitsmärkte und Migration“

(München) - Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V diskutierte im Rahmen des Kongresses „Zukunft gestalten: Kommunale Arbeitsmärkte und Migration“ mit Blick auf die Wahlen am 08. März 2026, an welchen arbeitsmarktpolitischen Schrauben die bayerischen Kommunen drehen können, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in den Regionen zu stärken.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt schildert die aktuellen Herausforderungen: „Unsere Unternehmen kämpfen am Standort mit tiefgreifenden strukturellen Problemen und um ihre Zukunftsfähigkeit. Die Kommunen können maßgeblich zur Bewältigung der Strukturkrise beitragen, indem sie mit Maßnahmen zum Bürokratieabbau und Entlastungen bei den steuerlichen Abgaben die Betriebe auf ihrer Ebene stärken. Gleichzeitig haben viele Unternehmen trotz Produktions-rückgängen und steigender Arbeitslosigkeit nach wie vor mit einem Mangel an Arbeits- und Fachkräften zu kämpfen. Die Kommunen haben vor Ort Spielräume, um die Unternehmen bei der Gewinnung von gut qualifizierten Beschäftigten aus dem In- und Ausland effizient zu unterstützen.“

Ein wirksamer Hebel für die Arbeitskräfte- und Fachkräftesicherung auf kommunaler Ebene sind aus Sicht der vbw Maßnahmen und Investitionen, um die regionale Verkehrsinfrastruktur – speziell den ÖPNV – flächendeckend weiter auszubauen. Gleichzeitig müssen die Kommunen dabei helfen, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Zudem ist zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Ausbau an Kinderbetreuungsangeboten dringend erforderlich. Brossardt fasst zusammen: „Wir müssen Anreize schaffen, damit sich Beschäftigte für eine Erwerbstätigkeit in der Region entscheiden. Kommunen können mit den richtigen Rahmenbedingungen dazu beitragen, diese am Standort zu halten oder auch neu zu gewinnen.“

Neben der Aktivierung heimischer Potenziale können die Kommunen bei der Integration ausländischer Fachkräfte unterstützen. „Es braucht regionale Anlaufstellen, die für Rückfragen der ausländischen Fachkräfte zum Leben und zur Arbeit in der Region zur Verfügung stehen. Ohne eine entsprechende integrative Begleitung vor Ort besteht das Risiko, dass ausländische Fachkräfte wieder abwandern. Gleichzeitig können auch die Vereine und Netzwerke am Ort maßgeblich dazu beitragen, dass sich ausländische Fachkräfte hier bei uns integrieren und bleiben wollen“, so Brossardt. Im Fokus muss weiterhin auch die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen mit guter Bleibeperspektive stehen. „Wir sind überzeugt, dass eine nachhaltige Integration in die Gesellschaft am besten über die Aufnahme einer Beschäftigung gelingt. Hierfür benötigen wir bessere Rahmenbedingungen, etwa durch zielgerichtete Bildungs- und Integrationsangebote vor Ort“, so Brossardt schließlich.

Quelle und Kontaktadresse:
vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., Max-Joseph-Str. 5, 80333 München, Telefon: 089 55178-100

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