Konjunkturreport der Handelskammer zum Jahresbeginn 2006 / Die Konjunktur in Bremen nimmt spürbar Fahrt auf
(Bremen) - Die bremische Konjunktur hat zum Jahresbeginn deutlich Fahrt aufgenommen. Quer durch alle Branchen steigt in der Wirtschaft für 2006 der Optimismus.
Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger sagte bei der Vorstellung der Konjunkturumfrage bei 169 Betrieben aus dem Verarbeitenden Gewerbe, aus Handel und Dienstleistungen: Die bremische Wirtschaft steht 2006 vor einer aussichtsreichen konjunkturellen Entwicklung. Als starker Außenwirtschaftsstandort mit einer Industrie-Exportquote von mehr als 50 Prozent wird Bremen insbesondere von der anziehenden Auslandsnachfrage profitieren. Der zunehmende Optimismus in der Wirtschaft und in der Bevölkerung sorgt außerdem dafür, dass auch die Inlandsnachfrage endlich wieder Fahrt aufnimmt.
Während sich die Geschäftserwartungen für den Jahresverlauf positiv darstellen, verbesserte sich die aktuelle Lage zum Jahresbeginn nur leicht. In der bremischen Industrie hat sich insbesondere die Entwicklung für die Hersteller von Vorleistungs- und Verbrauchsgütern stabilisiert. Zufriedenstellende Ergebnisse melden auch das Kredit- und Versicherungsgewerbe. Nur der Einzelhandel spricht derzeit noch von einer unbefriedigenden Geschäftslage. Trotzdem überwiegt für die weitere Entwicklung auch dort die Zuversicht. Vorzieheffekte aus der für 2007 anstehenden Mehrwertsteuererhöhung werden die Geschäfte auch im Einzelhandel beleben, so Dr. Fonger. Das Gastgewerbe geht davon aus, dass sich die anstehende Endrunde zur Fußballweltmeisterschaft sowie Großveranstaltungen wie der RoboCup 2006 oder die Mannschafts-Weltmeisterschaft im Tischtennis positiv auswirken werden. Stabilisiert haben sich durch diese insgesamt positive Einschätzung auch die Investitions- und Personalplanungen der Unternehmen. Risiken für den konjunkturellen Aufschwung könnten von steigenden Rohstoffpreisen und zu hohen Tarifabschlüssen ausgehen.
Die Situation der Branchen im Einzelnen: Das Geschäftsklima in der bremischen Industrie hat sich spürbar verbessert. 40 Prozent der befragten Unternehmen erwarten im Jahresverlauf bessere Geschäfte. Aufwärts gerichtet ist die Entwicklung unter anderem im Ernährungsgewerbe. Die Bauwirtschaft berichtet hingegen nach wie vor von überwiegend unbefriedigenden Auftragseingängen.
Im Groß- und Außenhandel ist eine sprunghafte Verbesserung der Geschäftserwartungen zu verzeichnen. Neben dem Exporthandel, der seine Prognosen weiter anhebt, gehen jetzt auch der Import- und der Binnengroßhandel von einer anziehenden Geschäftsentwicklung aus.
Für den Bremer Einzelhandel haben sich die letzten Monate noch unerwartet verhalten gezeigt. Dennoch gehen viele Betriebe im laufenden Jahr von steigenden Umsatzerlösen aus. Die Zuversicht der Branche zeigt sich am deutlichsten bei den Warenhäusern, doch auch der Facheinzelhandel spricht von einer Trendwende. Zuversicht überwiegt bei einer aktuell befriedigenden Geschäftslage auch im Gastgewerbe.
Als befriedigend bis gut bezeichnet das Kreditgewerbe seine derzeitige Lage. Die weiteren Aussichten werden dort zurückhaltender als bisher bewertet. Stabil sind hingegen die Aussichten im Versicherungsgewerbe.
Die Geschäftslage in der Verkehrswirtschaft hat sich bei anhaltend freundlicher Nachfrage- und Umsatzentwicklung zum Jahresbeginn nochmals verbessert. Überdurchschnittlich gut haben sich das Speditionsgewerbe und der Straßengüterverkehr entwickelt. Die unternehmensbezogenen Dienstleistungen weisen bei rückläufigen Umsätzen eine insgesamt wenig befriedigende Geschäftslage auf.
Quelle und Kontaktadresse:
Handelskammer Bremen
Dr. Stefan Offenhäuser, Referent, Public Relations
Am Markt 13, 28195 Bremen
Telefon: (0421) 36370, Telefax: (0421) 3637299
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- Hermann-Leverenz-Stiftung vergibt 45 Preise für Abschlussprüfungen mit Bestnoten
- Energiepreise bedrohen Wettbewerbsfähigkeit / Norddeutsche Wirtschaft fordert Entlastungen und bessere Planbarkeit
- Handelskammer-Konjunkturreport zum Sommer: Stimmung in der bremischen Wirtschaft trübt sich weiter ein / Dämpfer für das Exportgeschäft
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

