Pressemitteilung | IHK - Industrie- und Handelskammer - Bremen und Bremerhaven / Handelskammer Bremen
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Konjunkturreport der Handelskammer zum Sommer 2006: Aufschwung setzt sich fort

(Bremen) - Die bremische Konjunktur ist weiter in guter Verfassung, wie der Konjunkturreport der Handelskammer zum Sommer 2006 zeigt. Insbesondere der Groß- und Außenhandel, das Verkehrsgewerbe, das Kreditgewerbe und die Industrie weisen eine positive Geschäftsentwicklung auf. Erfreulicher Lichtblick ist die Belebung im Baugewerbe, das erstmals seit langem wieder einen stabilen Geschäftsverlauf verzeichnet. Weniger befriedigend ist dagegen die Situation im Einzelhandel.

Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger sagte anlässlich der Veröffentlichung der Konjunkturumfrage bei 162 Betrieben aus dem Verarbeitenden Gewerbe, aus Handel und Dienstleistungen: „Insgesamt haben sich die Geschäftserwartungen der Unternehmen verbessert, so dass wir für den weiteren Jahresverlauf eine Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs erwarten. Die positive Entwicklung der bremischen Wirtschaft wird maßgeblich vom Export getragen. Die Perspektiven für die bremische Exportwirtschaft sind weiter ausgesprochen günstig.“

Entscheidend für einen anhaltenden Konjunkturaufschwung sei es, die richtigen Weichen auf Bundesebene zu stellen. „Die geplante Unternehmenssteuerreform darf ihr Ziel, Wachstum und Investitionen in Deutschland zu fördern, nicht verfehlen“, erklärte Dr. Matthias Fonger. Aus diesem Grund lehnt die Handelskammer die Hinzurechnung von Fremdkapitalzinsen bei der Unternehmensbesteuerung entschieden ab.

Die Situation der Branchen im Einzelnen: Die bremische Industrie zeigt sich in robuster konjunktureller Verfassung. Die Geschäftserwartungen wurden deutlich nach oben angepasst. Knapp jedes dritte Unternehmen will seine Investitionsausgaben im Inland im weiteren Jahresverlauf erhöhen.

Das Baugewerbe hat die Trendwende geschafft: So macht sich die aufgehellte Stimmung in den Personal- und Investitionsplanungen der Unternehmen bemerkbar. Diese fallen erstmals seit über einem Jahrzehnt wieder positiv aus.

Angesichts gestiegener Umsätze ist das Geschäftsklima im Groß- und Außenhandel anhaltend gut. Die Perspektiven bleiben insgesamt freundlich, wenngleich im Exporthandel eine gewisse Beruhigung eintreten dürfte.

Ernüchtert blickt der Bremer Einzelhandel auf die aktuellen Geschäftszahlen. So wird die Konsumneigung der Verbraucher derzeit zurückhaltender als zuvor eingeschätzt. Die Umsatzentwicklung bleibt hinter den Erwartungen des Vorquartals zurück. Das Hotelgewerbe profitierte von Events wie der Mannschafts-WM im Tischtennis und dem Robo Cup.

Für Impulse im Kreditgewerbe sorgt vor allem das Unternehmenskreditgeschäft – sowohl bei Betriebsmitteln als auch bei Investitionen. Angezogen hat auch das Privatkreditgeschäft. Risiken für den weiteren Konjunkturverlauf sehen die befragten Kreditinstitute in der Mehrwertsteuererhöhung und dem Rohstoffpreisanstieg. Im Versicherungsgewerbe hat sich die Geschäftsdynamik leicht abgeschwächt. Dem Neukundengeschäft fehlt es bislang an Schwung.

Die Verkehrs- und Logistikwirtschaft verzeichnet weiterhin eine gute Geschäftslage. Dank der guten Umschlagsentwicklung in den Bremischen Häfen konnten vor allem die Seehafenbetriebe positive Ergebnisse verbuchen. Die unternehmensbezogenen und sonstigen Dienstleistungen weisen eine befriedigende bis gute Geschäftslage auf.

Quelle und Kontaktadresse:
Handelskammer Bremen Dr. Stefan Offenhäuser, Referent, Public Relations Am Markt 13, 28195 Bremen Telefon: (0421) 36370, Telefax: (0421) 3637299

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