Krankenhäusern sind die Hände gebunden / Zweite Runde der Tarifverhandlungen für Ärzte endet noch ohne wesentliche Annäherung / Arbeitgeber wollen Leistungsentgelt für alle Beschäftigten
(Düsseldorf) - Kein Ergebnis in der zweiten Runde für die Tarifverhandlungen der Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. Am gestrigen Montag (28. Januar 2008) trafen sich die Verhandler von VKA und Marburger Bund in Düsseldorf. Wir haben abermals deutlich gemacht, dass erneute Entgeltsteigerungen, wie sie der Marburger Bund für Ärzte fordert, für die kommunalen Häuser nicht verkraftbar wären. Dennoch suchen wir eine Lösung am Verhandlungstisch, so VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg.
Ein konkretes Angebot soll für die nächste Verhandlungsrunde vorbereitet werden. Die Eckpunkte dessen, was die VKA für die kommunalen Krankenhäuser erreichen möchte, ist bereits in den Gesprächen deutlich gemacht worden. Finanziell sind uns durch die Vorgaben des Gesetzgebers die Hände gebunden. Unsere Kosten dürfen in diesem Jahr nicht mehr als 0,64 Prozent steigen. Davon haben wir sowohl die Sanierungsabgabe für die Krankenkassen in Höhe von 0,5 Prozent als auch die sonstigen Kostensteigerungen wie Verbraucherpreise und Energiekosten tragen. Die Krankenhäuser sind beim wirtschaftlichen Aufschwung Außen vor. Für Gehaltssprünge zumal in der Höhe, wie sie sich der Marburger Bund vorzustellen scheint ist dabei überhaupt kein Spielraum.
Die VKA fordert außerdem, die leistungsorientierte Bezahlung auch für die Ärzte einzuführen. Seit 2005 gibt es für den gesamten öffentlichen Dienst das Leistungsentgelt. Auf Drängen des Marburger Bundes wurden hiervon die Ärzte ausgenommen. Wir müssen die aktuelle Tarifrunde dazu nutzen, das Leistungsentgelt auch endlich für die Ärzte einzuführen. Die Ärzte sind Leistungsträger, wie auch der Marburger Bund immer wieder betont. Insofern ist es unverständlich, dass die Gewerkschaft ausgerechnet bei den Ärzten die Leistungsbezahlung blockiert, so VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann.
Die Verhandlungen werden am Mittwoch (20. Februar 2008) in Offenbach fortgesetzt.
Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)
Pressestelle
Allerheiligentor 2-4, 60311 Frankfurt
Telefon: (069) 920047-50, Telefax: (069) 920047-99
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