Krebsmedizin: Ohne Forschung kein Fortschritt / Bundesweiter Tag der Gesundheitsforschung am 17. Februar 2008
(Bonn) - Am 17. Februar 2008 findet bundesweit der vierte Tag der Gesundheitsforschung statt. Dieses Jahr widmet er sich dem Thema Krebs. Die Deutsche Krebshilfe nutzt diesen Anlass, um auf die große Bedeutung der Krebsforschung aufmerksam zu machen: Nur wenn die Ursachen für die Tumorentstehung weiter aufgeschlüsselt werden, ist es möglich, neue Medikamente und wirkungsvollere Therapien gegen Krebs zu entwickeln, erklärt Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. Der Tag der Gesundheitsforschung wird unter anderem vom Bundesministerium für Forschung und Bildung und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft organisiert. Bei regionalen Veranstaltungen an Universitätskliniken werden der aktuelle Stand und die Perspektiven der Gesundheitsforschung vorgestellt.
Die Deutsche Krebshilfe ist der wichtigste private Förderer der deutschen Krebsforschung. Die gemeinnützige Organisation finanziert an allen deutschen Universitätskliniken wissenschaftliche Projekte. Im vergangenen Jahr investierte sie über 50 Millionen Euro in die onkologische Forschung. Das Spektrum ihrer Forschungsförderung ist breit: Neben der kliniknahen Grundlagenforschung und der klinischen Forschung fördert die Deutsche Krebshilfe auch die Versorgungsforschung und den wissenschaftlichen Nachwuchs. Dabei gilt es, im Sinne der optimalen Patientenversorgung viel versprechende Ergebnisse aus der Forschung schnell und effizient in die klinische Prüfung und Anwendung zu bringen, betont Schipanski.
Die Fortschritte in der Krebsforschung haben dazu beitragen, neue wirkungsvolle Therapien gegen Krebs zu entwickeln und bestehende Behandlungsansätze weiter zu optimieren: Innovative Verfahren der Strahlentherapie ermöglichen es heute, die Strahlen präzise auf den Tumor auszurichten, so dass gesundes Gewebe weitgehend verschont bleibt. Die Erkenntnisse der Molekularbiologie und Genetik haben zur Entwicklung neuartiger und spezifischer Medikamente geführt: Bei der so genannten Targeted Therapy greifen die Therapeutika zielgerichtet die entarteten Zellen an und hemmen deren Vermehrung. Außerdem gewinnt die Immuntherapie in der Krebsbehandlung zunehmend an Bedeutung. Ihr Ziel ist es, das körpereigene Abwehrsystem zu einer effizienten Tumorabwehr zu aktivieren oder Teile des Immunsystems zu nutzen, um das Krebswachstum zu bremsen.
Etwa die Hälfte der Krebs-Patienten kann heute geheilt werden. Die Heilungschancen bei den mittlerweile über dreihundert bekannten Tumorarten sind jedoch sehr unterschiedlich: Während die Überlebensrate bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs und manchen Gehirntumoren bei nur etwa fünf Prozent liegt, besteht beispielsweise bei Morbus Hodgkin einer Erkrankung des Lymphsystems oder bei Hodenkrebs eine fast 90-prozentige Heilungschance. Auch bei Krebs im Kindesalter sind die Behandlungserfolge sehr gut: Drei von vier kranken Kindern werden dauerhaft wieder gesund. Diese Fortschritte beruhen im Wesentlichen auf so genannten Therapieoptimierungsstudien, die im Bereich der Kinder-Onkologie fast ausnahmslos von der Deutschen Krebshilfe gefördert werden.
Krebs kann jeden treffen. Die Krebsforschung ist daher von grundlegender Bedeutung für unsere Gesellschaft, erklärt Schipanski. Nur mit Hilfe der Forschung werden wir die notwendigen Fortschritte erzielen, um den Betroffenen zu helfen und die Heilungschancen weiter zu verbessern.
Weitere Informationen zum Tag der Gesundheitsforschung gibt es unter www.tag-der-gesundheitsforschung.de. Die bundesweite Kampagne wurde in den ersten drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung koordiniert. Seit diesem Jahr wird diese Aufgabe vom Verband der Universitätsklinika Deutschlands gemeinsam mit dem Medizinischen Fakultätentag wahrgenommen. Weitere Partner sind die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, 2008 vertreten durch die Deutsche Krebsgesellschaft.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Krebshilfe e.V.
Pressestelle
Buschstr. 32, 53113 Bonn
Telefon: (0228) 72990-0, Telefax: (0228) 72990-11
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