Pressemitteilung | ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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Ländertarifrunde: ver.di lehnt "Doppelnull" ab

(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) lehnt das Angebot der Arbeitgeber während der dritten Runde der Tarifverhandlungen mit den Ländern als völlig unzureichend ab. "Das Angebot ist in keiner Weise akzeptabel", sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Bsirske am Sonnabendnachmittag in Potsdam. "Achtzehn Nullmonate lehnen wir rundweg ab", stellte der ver.di-Vorsitzende klar.

Zuvor war die dritte Runde der Entgeltverhandlungen für die 700.000 Tarifbeschäftigten der Länder nach dreieinhalb Stunden ohne Ergebnis vertagt worden. ver.di fordert eine Anhebung der Gehälter um acht Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr monatlich für eine Laufzeit von zwölf Monaten. Ein Ergebnis soll dabei zeit- und inhaltsgleich auf die 1,25 Millionen Beamten der Länder und Kommunen übertragen werden. Dagegen bedeute die von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vorgeschlagene Anhebung von 4,2 Prozent ab 1. Juli 2009 bei einer Laufzeit von 24 Monaten rückwirkend vom 1. Januar sechs Nullmonate im Jahre 2009 sowie zwölf Nullmonate im Jahre 2010. "Die Antwort auf die Doppelnull werden die Beschäftigten in den Betrieben und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes geben", sagte Bsirske weiter.

Nach Jahren von Reallohnverlusten und Stagnation gebe es einen erheblichen Nachholbedarf bei den Länderbeschäftigten: "Was die Arbeitnehmer jetzt brauchen ist ein Rettungsschirm für die Portemonnaies", sagte Bsirske unter Anspielung auf milliardenschwere Bankenrettungspakete. Von "elementarer Bedeutung" in der Tarifrunde sei zudem ein Mindestbetrag: "Eine soziale Komponente ist ein wesentlicher Bestandteil einer Einigung", betonte Bsirske.

ver.di werde die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder in den nächsten Tagen zu einer Fortsetzung der Warnstreiks aufrufen.
Die vierte Runde der Tarifverhandlungen soll am Wochenende des 28.
Februar/1. März in Potsdam stattfinden.

Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand Pressestelle Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956

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