Landkreistag lobt MaĂnahmen der Bundesregierung zur zĂŒgigen Entscheidung ĂŒber Asylbewerber
(Berlin) - Vor dem Hintergrund sinkender Asylbewerberzahlen hat der Deutsche Landkreistag die Politik der Bundesregierung gelobt. PrĂ€sident Landrat Hans Jörg DupprĂ© sagte: "Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Asylbewerber im November um 1.101 Personen bzw. gut 11 Prozent gesunken. Dies zeigt, dass die MaĂnahmen des Bundes Wirkung zeigen." Insbesondere werde so erreicht, dass die AntrĂ€ge tatsĂ€chlich verfolgter Asylbewerber, die aus den Krisengebieten dieser Welt nach Deutschland flĂŒchten, wieder verstĂ€rkt bearbeitet werden können.
Die Kommunen seien von der wachsenden Zahl der Asylbewerber betroffen, soweit es um die Unterbringung und die GewĂ€hrung von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ginge. "Insofern haben wir ein groĂes Interesse daran, dass möglichst zĂŒgig entschieden wird, ob einem FlĂŒchtling Asyl zusteht oder nicht."
Die Landkreise wĂŒrden beobachten, dass Menschen aus Serbien und Mazedonien verstĂ€rkt nach Deutschland kĂ€men. Bemerkenswert sei, dass die entsprechenden AsylantrĂ€ge aus diesen LĂ€ndern de facto immer erfolglos seien. "Unter den positiv beschiedenen AntrĂ€gen des Bundesamtes fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge war im September keiner von einer Person aus Serbien oder Mazedonien", so DupprĂ©. Daher liege der Vermutung zumindest nahe, dass es sich bei diesen Personen um sog. WirtschaftsflĂŒchtlinge handele. "FĂŒr viele Menschen ist die finanzielle Diskrepanz zwischen der Versorgung wĂ€hrend des Asylverfahrens zu ihrer sonstigen Situation so groĂ, dass schon die wenigen Monate des Asylverfahrens bis zur Abschiebung als betrĂ€chtliche Verbesserung empfunden werden", sagte er.
In diesem Zusammenhang begrĂŒĂte er die ergriffenen MaĂnahmen der Bundesregierung: "Es ist gelungen, durch vorrangige Bearbeitung der AntrĂ€ge aus diesen LĂ€ndern die Verfahrensdauer deutlich zu senken." So werde auch die Zeit des Sozialleistungsbezugs verkĂŒrzt, so DupprĂ© abschlieĂend.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Landkreistag, Ulrich-von-Hassell-Haus
Pressestelle
Lennéstr. 11, 10785 Berlin
Telefon: (030) 590097-0, Telefax: (030) 590097-400
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