Lange erwarteter Durchbruch: VIK begrüßt die Einigung zur Kraftwerksstrategie
(Berlin) - Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e. V. (VIK) begrüßt die Verständigung zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und der Europäischen Kommission zur beihilferechtlichen Ausgestaltung der Kraftwerksstrategie. Damit ist der Weg frei, die lange erwarteten Ausschreibungen für steuerbare Kraftwerkskapazitäten zu starten, um der Versorgungssicherheit mit Strom in Deutschland die dringend nötige Perspektive in die Zukunft zu geben.
Die ersten Ausschreibungen sollen bereits 2026 erfolgen und adressieren den Bedarf an gesicherter Leistung für das Jahr 2031. Insgesamt sollen in mehreren Runden neue regelbare Kapazitäten, darunter sogenannte „H₂ ready“-Gaskraftwerke, für das Energiesystem gewonnen werden.
VIK fordert konsequente Umsetzung und zügige Ausschreibungen
Der Verband unterstützt die Einschätzung von BMWK und EU Kommission, dass steuerbare Kapazitäten dringend benötigt werden, um Versorgungssicherheit in Zeiten hoher Volatilität im Stromsystem zu gewährleisten. Für die Industrie ist die Verlässlichkeit des Energiesystems zentral. In diesem Zusammenhang laut gewordene Kritik, erst einmal sollten die erneuerbaren Energien, Netze und Speicher ausgebaut werden, bevor man an neue regelbare Kraftwerke auch nur denke, sei abwegig und fahrlässig, denn sie gefährde die Versorgungssicherheit.
Trotz des grundsätzlich positiven Signals bleiben Fragen der Finanzierung weiterhin offen. Im Raum steht eine mögliche neue Umlage zur Deckung der Kapazitätsmechanismen.
„Unternehmen in Deutschland zahlen schon heute im internationalen Vergleich sehr hohe Energiepreise. Jede zusätzliche Umlage würde die Wettbewerbsfähigkeit weiter schwächen und wäre das völlig falsche Signal“, warnt VIK Hauptgeschäftsführer Christian Seyfert. „Wenn Deutschland die industrielle Wertschöpfung erhalten will, müssen Mehrkosten für energieintensive Verbraucher unbedingt vermieden werden“, so Seyfert weiter.
Die energieintensiven Branchen stehen bereits heute unter erheblichem Druck, hohe Strompreise, volatile Märkte und internationale Konkurrenz belasten die Standorte zunehmend. Entsprechend zentral ist es, dass die Kraftwerksstrategie kein zusätzliches Kostenelement auf die Industrie abwälzt.
Der VIK unterstützt hingegen, dass alle neuen Gaskraftwerke künftig H₂ ready geplant werden und damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Dekarbonisierung leisten können. Auch die vorgesehenen Anreize für eine frühzeitige Umstellung auf Wasserstoff werden positiv bewertet.
„Versorgungssicherheit und Klimaschutz schließen sich nicht aus, im Gegenteil: Für die Transformation unserer Industrie benötigen wir ein robustes Energiesystem, das erneuerbare Energien und flexible Kraftwerke intelligent verbindet“, so Christian Seyfert.
Quelle und Kontaktadresse:
VIK - Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V., Alexander Ranft, Bereichsleiter(in) Kommunikation, Leipziger Platz 10, 10117 Berlin, Telefon: 030 2124920
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