Pressemitteilung | Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB)
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Lehrkräftebefragung des Bankenverbands: 92 Prozent fordern mehr Finanzwissen

(Berlin) - Eine neue Studie des Bankenverbands zeigt: Lehrerinnen und Lehrer wünschen sich mehr Finanz- und Wirtschaftsbildung an Schulen, fühlen sich dafür jedoch teilweise nicht ausreichend ausgebildet. Besonders wichtig halten die Lehrkräfte, die Wirtschafts- und Finanzthemen unterrichten, den Umgang mit Geld, Grundlagen der Altersvorsorge und Kenntnisse über Geldanlagen zu vermitteln. 78 Prozent sprechen sich für ein Schulfach „Wirtschaft und Finanzen“ in allen Bundesländern aus.

Aus Sicht des Bankenverbandes bestätigen die Ergebnisse die Notwendigkeit, die Finanz- und Wirtschaftsbildung für Schülerinnen und Schüler strukturell zu stärken. Dazu gehören unter anderem mehr Unterrichtszeit und verbesserte Materialien. Diese Punkte nennen die Lehrkräfte als größte Herausforderungen im Schulalltag. So bemängeln fast zwei Drittel der Befragten das Fehlen geeigneter Schulbücher. Die Mehrheit recherchiert Unterrichtsinhalte daher selbst, was als zeitaufwändig und belastend beschrieben wird. Zwar schätzen neun von zehn Lehrenden ihr Finanz-Fachwissen als hoch oder sehr hoch ein, aber nur knapp sechs von zehn sehen sich durch ihre Ausbildung gut oder sehr gut vorbereitet.

Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands: „Die Lehrerinnen und Lehrer senden ein klares Signal: Finanz-bildung braucht bessere Rahmenbedingungen. Sie ist eine zentrale Voraussetzung für verantwortungsvolles Handeln und sollte im Schulsystem einen größeren Stellenwert erhalten.“

Der Bankenverband setzt sich seit mehr als 30 Jahren für Finanzbildung ein, um Schülerinnen und Schüler auf die Arbeits- und Finanzwelt vorzubereiten. Die aktuelle Erhebung zeigt, dass konkrete Stellschrauben dafür mehr Unterrichtszeit für wirtschaftliche Themen, ein eigenständiges Schulfach sowie die stärkere Verankerung in Lehramtsausbildung und Lehrplänen sind. Besonders wichtig ist dabei eine gute Zusammenarbeit von staatlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren. Denn Finanz- und Wirtschaftsbildung ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB), Burgstr. 28, 10178 Berlin, Telefon: 030 16630

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