Pressemitteilung | Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)
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Leitfaden veröffentlicht: VCD zeigt Lösungen für umweltverträglichen und effizienten Güterverkehr in der Stadt

(Berlin) - Der tägliche Lieferverkehr trägt in Innenstädten erheblich zu Lärm- und Schadstoffbelastungen bei, vielerorts sind inzwischen Durchfahrtsverbote für Lkw die Folge. Zudem erschweren fehlende oder zugeparkte Ladezonen sowie Engpässe an Laderampen die Belieferung der Geschäfte. Das verringert die Produktivität der Unternehmen und erhöht ihre Kosten. Um die Umweltbelastungen zu reduzieren und Probleme bei der Warenzustellung zu beseitigen, hat der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) gemeinsam mit Betroffenen praxisorientierte Lösungen erarbeitet und in dem Leitfaden »Städtischer Güterverkehr - Umwelt schonen und Kosten sparen« zusammengestellt.

»Der städtische Güterverkehr könnte wesentlich effizienter, sauberer und leiser abgewickelt werden, wenn alle Optimierungsmöglichkeiten genutzt würden. Der VCD-Leitfaden kann damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in unseren Städten leisten«, unterstreicht Mathias Samson, Referatsleiter Umwelt und Verkehr im Bundesumweltministerium, den Nutzen der Veröffentlichung. Der Leitfaden ist im Rahmen des VCD-Projekts »Lkw-Kampagne« entstanden, das von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt gefördert wurde.

Die gesammelten Vorschläge und Beispiele bieten Anregungen für Praktiker und Entscheidungsträger aus Transportunternehmen, Handel, Gewerbe und Industrie sowie Kommunen. Ziel aller Maßnahmen ist es, Transportabläufe umweltschonender und kostengünstiger zu gestalten. So enthält der Leitfaden beispielsweise Tipps zu Fahrerschulungen, zum optimalen Einsatz von Telematik-Anwendungen, zur Touren- und Routenoptimierung und zum Kauf umweltschonender Fahrzeuge.

Der VCD kritisiert fehlende politische Vorgaben, die sich in der viel zu geringen Auswahl an emissionsarmen Lieferfahrzeugen niederschlage. »Die EU muss endlich anspruchsvolle Grenzwerte für Nutzfahrzeuge verabschieden«, fordert Michael Müller, Verkehrsreferent beim VCD. *Es darf nicht sein, dass auch in Zukunft neue Lkw oder Lieferwagen ohne Partikelfilter verkauft werden und gesundheitsgefährdende Rußpartikel in die Atemluft blasen." Obwohl Lkw im Schnitt nur einen Anteil von zehn Prozent am städtischen Verkehrsaufkommen hätten, seien sie dort Hauptverursacher verkehrsbedingter Luftverunreinigungen.

Handel, Gewerbe und Industrie spielen nach VCD-Analyse als Versender und Empfänger von Waren eine wichtige Rolle im städtischen Güterverkehr. Durch geeignete Logistikkonzepte und bessere Abstimmung mit den Lieferanten könnten sie die Zahl der Transporte reduzieren und deren Effizienz steigern. Auf der anderen Seite könnten Kommunen durch klare Vorgaben bei Neubauvorhaben und intelligentes Ladezonen-Management die Bedingungen für die Warenzustellung verbessern und z.B. durch Befreiung von Zufahrtsbeschränkungen Anreize schaffen, emissionsarme Fahrzeuge einzusetzen.

Nach den Ergebnissen des VCD lohne es sich für Unternehmen, Institutionen und Verbraucher außerdem, Fahrradkuriere zu beauftragen und damit einen Beitrag zur Entlastung der Umwelt zu leisten. *Gerade in verstopften Innenstädten haben Fahrradkuriere über den Umweltvorteil hinaus erhebliche Wettbewerbsvorteile, da sie kleinere Sendungen schneller und kostengünstiger transportieren können", erklärt Achim Beier stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes der Kurier-Express-Post-Dienste.

Nach den Erkenntnissen des VCD kommt es bei allen Bemühungen um einen besseren innerstädtischen Lieferverkehr auf kooperatives Vorgehen an. *Nur wer frühzeitig alle beteiligten Akteure an einen Tisch holt und bestehende Vorbehalte ernst nimmt, hat Chancen auf Erfolg", hebt Müller hervor. *Dabei gilt es zunächst, Hemmnisse jeder Art zu überwinden und die Akzeptanz für neue Techniken und Formen der Zulieferung zu steigern. Hierfür bietet die VCD-Publikation jede Menge Ansatzpunkte."

Der VCD-Leitfaden »Städtischer Güterverkehr - Umwelt schonen und Kosten sparen« umfasst 91 Seiten und steht als PDF-Datei (1,9MB) auf der VCD-Internetseite www.vcd.org zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband Daniel Kluge, Pressesprecher Kochstr. 27, 10969 Berlin Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110

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