Lichtmarkt hellt sich auf / Innovationen bieten Wachstumspotenziale
(Frankfurt am Main) - Die deutsche Lichtindustrie blickt optimistisch in die nahe Zukunft und erwartet für 2006 eine Fortsetzung des im zweiten Halbjahr 2005 begonnenen wirtschaftlichen Aufschwungs. Das berichteten die Fachverbände Elektroleuchten und Elektrische Lampen des ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie im Rahmen der Messe "Light + Building 2006". 2005 konnten die deutschen Hersteller Umsatzsteigerungen in erster Linie im Auslandsgeschäft verzeichnen. Das Inlandsgeschäft habe sich im Vergleich dazu deutlich schwächer entwickelt. Große Chancen sehen die Unternehmen im Trend zu hochwertigen Lichtsystemen und bei energieeffizienten Produkten.
Das Produktionsvolumen im Bereich Elektrische Leuchten im Jahr 2005 sei gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro gestiegen und habe damit wieder den Wert von 2003 erreicht. Dabei nahmen die Ausfuhren um fast zwölf Prozent auf etwa 1,4 Mrd. Euro zu. Die Importe sind nach Angaben des Fachverbands Elektroleuchten um ca. 6 Prozent auf 1,29 Mrd. Euro gestiegen. Insbesondere Technische Leuchten seien vermehrt produziert worden, während die Produktion von Wohnraumleuchten etwa auf dem Niveau von 2004 geblieben sei. Die Anzahl der Beschäftigten in der Leuchtenindustrie blieb seit 2003 mit 20.500 relativ konstant. Bruno Gantenbrink, Vorsitzender des Fachverbandes Elektroleuchten, zeigte sich zuversichtlich, dass die deutsche Lichtindustrie für den weltweiten Wettbewerb um Marktanteile gut gerüstet ist. Wie viele andere Industrien leide allerdings auch die Leuchtenindustrie unter einem erheblichen Kostendruck wegen stark gestiegener Rohstoffpreise bei Kupfer, Stahl- und Aluminiumblech und Roh-Kunststoffen.
Auch im Bereich Lampen lassen sich laut ZVEI leichte Stabilisierungstendenzen erkennen. Eine echte Trendwende zu spürbarem Wachstum ist nach Angaben von Robert Pfarrwaller, Vorsitzender des Fachverbandes Elektrische Lampen, allerdings noch nicht in Sicht. Der weltweite Lampenmarkt konnte im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent zulegen. Diese Entwicklung wurde im Wesentlichen getrieben durch ein starkes Wirtschaftswachstum und eine starke Bautätigkeit in Nordamerika, Zentral- und Osteuropa sowie in Asien. In Deutschland verhinderte die anhaltend schwache konjunkturelle Lage im Jahr 2005, die dramatische Situation der Bauwirtschaft und die chronische Geldnot der öffentlichen Kassen, die erhoffte Belebung.
Insgesamt setzte sich der Trend zu hochwertigen Lichtquellen fort. Das beweist, dass es der Branche gelungen ist, den Anwendern den konkreten Mehrwert hochwertiger Lichtlösungen zu vermitteln, sagte Pfarrwaller. Ein Schwerpunkt-Thema der Light + Building bildet daher Beleuchtungstechnik mit Leuchtdioden (LED). Neue LEDs mit hoher Lichtintensität erobern sie nach Pfarrwallers Einschätzung immer mehr Anwendungsbereiche und verfügen über enormes Innovations- und Wachstumspotenzial. Sie erlauben modernes Design und besonders kleine Bauformen bei gleichzeitig verringertem Energiebedarf.
Nachholbedarf bestehe allerdings bei der Anwendung energieeffizienter Produkte. Der ZVEI werde daher dieses Thema zu einem generellen Schwerpunkt seiner Arbeit der kommenden Zeit machen und insbesondere Beleuchtungstechnik stehe dabei im Fokus. Experten schätzen, dass etwa ein Drittel aller Straßen und Autobahnen Europas mit billiger, aber über längere Zeiträume unwirtschaftlicher Technologie aus den 60er Jahren beleuchtet werden. Würden diese Systeme durch modernste Lampentechnologien ausgetauscht, ließen sich europaweit pro Jahr bis zu 700 Millionen Euro an Betriebskosten sparen und der CO2-Ausstoß um jährlich 3,5 Millionen Tonnen senken. Ähnliche Einsparungen könnten laut ZVEI auch bei der Modernisierung von gewerblichen und privaten Gebäuden erzielt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
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