Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
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Marburger Bund fordert ausreichende Finanzspritze zur Rettung der Krankenhäuser

(Berlin) - Der Marburger Bund (MB) forderte anlässlich der heutigen (24. November) Anhörung des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages zum Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) die Abgeordneten dazu auf, ein wirksames Hilfspaket zur Rettung der Krankenhäuser vorzulegen. Die bisherigen finanziellen Zusagen würden lediglich 50 Prozent der Personalentwicklungen in den Kliniken decken. Den Rest der auf 6,7 Milliarden Euro berechneten Finanzlücke für 2008 und 2009 hätten die Kliniken aus der Substanz zu nehmen. "Dieses Geld benötigen die deutschen Kliniken aber unter anderem um neue Arbeitsstellen zu schaffen, damit Arbeitsverdichtung und Fließbandmedizin endlich ein Ende haben", so Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes.

Eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung sei derzeit nur durch den überdurchschnittlichen und die vertraglichen Pflichten übersteigenden persönlichen Einsatz der Mitarbeiter aufrecht zu erhalten. Arbeitsüberlastung und Ärzteflucht seien die Folge. Diese Situation würde sich bei den bisherigen finanziellen Zusagen nicht verbessern. Eine gute stationäre Versorgung aller Patienten gerate zunehmend unter Druck. Die Kliniken benötigten folglich die volle Refinanzierung der Tarifsteigerungen und die gesamte Kostenübernahme für die zusätzlich geplanten Pflegestellen sowie für die Stellenbesetzung nach der Psychiatrie-Personalverordnung.

Henke: "Es muss endlich damit Schluss sein, die steigenden Kosten im Gesundheitswesen auf dem Rücken der Klinikmitarbeiter und Patienten abzuladen." Zudem sei es notwendig, die Begrenzung der Vergütungszuwächse der Krankenhäuser durch die Anbindung an die Grundlohnrate dauerhaft zu beseitigen. "Das politische Spardiktat der Politik muss politisch beendet werden. Eine hochwertige Patientenversorgung braucht eine solide Krankenhausfinanzierung", so Henke.

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband Athanasios Drougias, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16

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