Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
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Marburger Bund und Tarifgemeinschaft deutscher Länder einigen sich auf Ärzte-Tarifvertrag

(Berlin) - Der Streit um den Abschluss des ersten arztspezifischen Tarifvertrages für die Universitätskliniken ist beigelegt. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) haben die Redaktionsverhandlungen zu den am 16. Juni 2006 unterzeichneten Eckpunkten abgeschlossen. Der MB-Vorsitzende Dr. Frank Ulrich Montgomery zeigte sich erleichtert, dass damit der Tarifvertrag für die Ärztinnen und Ärzte an den Universitätskliniken fristgerecht zum 1. November 2006 in Kraft treten könne.

Während der Redaktionsverhandlungen gab es zwischen der Ärztegewerkschaft und der TdL unter anderem Streit über die Vergütung der vereinbarten Arbeitszeiterhöhung. Nach dem neuen Tarifvertrag sollen Klinikärzte fortan wöchentlich 42 Stunden statt 38,5 Stunden arbeiten. Der Marburger Bund sah in der Auffassung der TdL, diese Arbeitszeiterhöhung nicht zusätzlich vergüten zu wollen, einen klaren Verstoß gegen den in den Eckpunkten vereinbarten Besitzstand, wonach kein Arzt im neuen Tarifvertrag schlechter gestellt werden dürfe. Zukünftig soll im Rahmen eines Strukturausgleichs betroffenen Ärzten der Besitzstand garantiert werden.

Montgomery bezeichnete den Abschluss des arztspezifischen Tarifvertrages als historisch. "Dem MB ist es mit der großartigen Rückendeckung der Ärzte gelungen, zum ersten Mal in der Tarifgeschichte ein eigenes Tarifwerk für die Ärzte an den Universitätskliniken zu schaffen." Dieser Erfolg dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht alle Ziele erreicht wurden. Insbesondere bei den Gehältern mussten schwierige Kompromisse akzeptiert werden. Deutliche Gehaltszuwächse für alle Ärzte, so wie von den Arbeitgebern propagiert, werde es nicht geben. Im Kern sei es dem MB gelungen, erhebliche Gehaltseinbußen rückgängig zu machen, die unter anderem durch das in der Vergangenheit gestrichene Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie durch die Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit ohne Lohnausgleich verursacht wurden.

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband Athanasios Drougias, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin Telefon: (030) 7468460, Telefax: (030) 74684616

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