Marburger Bund warnt vor Scheitern der elektronischen Gesundheitskarte
(Berlin) - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) hat die Ankündigung des Bundesgesundheitsministeriums, die flächendeckende Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte bereits im zweiten Quartal 2008 zu starten, scharf kritisiert. Der Vorsitzende des MB, Dr. Frank Ulrich Montgomery, warnte vor einem unkontrollierten politischen Schnellschuss, der den eigentlichen Sinn und Zweck der Gesundheitskarte gefährde. "Aus politischen Gründen soll offensichtlich die Einführung der Gesundheitskarte ohne Rücksicht auf Verluste durchgeboxt werden", so der MB-Vorsitzende.
Noch im Mai dieses Jahres hatten die Mediziner auf dem Deutschen Ärztetag erhebliche Bedenken gegen die Art und Weise der Einführung der Gesundheitskarte geäußert. Montgomery: "Wenn das Gesundheitsministerium die flächendeckende Ausgabe der Karte bereits fürs zweite Quartal des kommenden Jahres ankündigt, sind die Bedenken der Ärzteschaft offenbar gänzlich unberücksichtigt geblieben." Voraussetzung für die Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte sei unter anderem eine Gewährleistung des Datenschutzes, um den Zugriff unbefugter Dritter zu verhindern. Zudem seien die Ärzte über die noch unbeantworteten Finanzierungsfragen beunruhigt.
Der Vorsitzende des Marburger Bundes forderte von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt eine verbindliche Zusage, dass bis zur flächendeckenden Einführung der Karte sämtliche Bedenken der Ärzteschaft ausgeräumt werden. Montgomery: "Wir wollen auch weiterhin die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte positiv begleiten. Dies ist aber nur möglich, wenn die Interessen der Patienten und Ärzte berücksichtigt werden."
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Pressestelle
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