Pressemitteilung | Hartmannbund – Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
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Mauz: Länder dürfen diese Chancen nicht wieder kaputt sparen

(Berlin) - Als Erfolg für den Wissenschaftsstandort Deutschland und erfreulichen Fortschritt für den Wissenschafts-Nachwuchs hat der Vorsitzende des Arbeitskreises „Junge Ärzte im Hartmannbund“, Dr. Uwe Mauz, die vom Bundestag beschlossenen Verbesserungen für Nachwuchswissenschaftler durch die Änderung arbeitsrechtlicher Vorschriften in der Wissenschaft bezeichnet. Gleichzeitig warnte er die Länder davor, die neuen Chancen durch undifferenzierte Rotstiftpolitik wieder zunichte zu machen.

„Mediziner, die wirklich erfolgreich forschen, werden künftig nicht mehr durch eine starre Zwölf- oder 15-Jahres-Regel in ihren Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt“, sagte Mauz. Dies honoriere Leistung und stärke den Wettbewerb. Mussten bisher Mediziner, die nach dieser Frist noch ohne Professur waren, den Wissenschaftsbetrieb verlassen, so wird es ihnen nun bei erfolgreicher Einwerbung von Drittmitteln ermöglicht, ohne Zeitbegrenzung weiterhin an Hochschulen oder Forschungsinstituten zu arbeiten und zu forschen. Auch die Verlängerung der weiterhin bestehenden Befristungsdauer in der Qualifizierungsphase um zwei Jahre pro zu betreuendes Kind findet den Beifall des Hartmannbundes.

„Die Kombination dieser beiden Neuregelungen fördert erfolgreiche Forschung, bietet endlich verlässliche Karriereperspektiven und erhöht die Chancen für jungen Wissenschaftler, die Beruf und Karriere verbinden wollen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Mauz. Dies werde auch dazu führen, dass erfolgreiche Wissenschaftler künftig nicht mehr so schnell wie bisher ins Ausland abwandern.

Mauz warnte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Bundesländer, durch massive Einsparungen in der Hochschulpolitik diese auf Bundesebene unternommenen Bemühungen wieder zunichte zu machen. „Dort werden nämlich zur Zeit die Möglichkeiten zur Anschlussbeschäftigung befristet angestellter Hochschulmitarbeiter weggespart“ sagte Mauz. Diese kurzfristigen Einsparungen konterkarierten jede Bemühung, Elite-Universitäten zu gründen und den Forschungsstandort Deutschland langfristig zu stützen.

Quelle und Kontaktadresse:
Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle Michael Rauscher, Pressesprecher Schützenstr. 6 a, 10117 Berlin Telefon: (030) 2062080, Telefax: (030) 20620829

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