Pressemitteilung | Kassenärztliche Bundesvereinigung KdÖR (KBV)
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Medizinische Fachangestellte entlasten Ärzte / Arzt und Arzthelferin: Starkes Team für den Patienten

(Berlin) - „In Zeiten einer immer älter werdenden Bevölkerung und zunehmenden Ärztemangels brauchen wir die qualifizierte Unterstützung der Medizinischen Fachangestellten besonders dringend.“ Das hat gestern (7. April 2008) Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), vor Journalisten in Berlin unterstrichen. In immer mehr Regionen könnten Ärzte die medizinische Versorgung bei steigendem Bedarf nicht mehr alleine sicherstellen. „Deshalb müssen wir darüber nachdenken, wie die Ärzte entlastet und eine gute Betreuung trotzdem gewährleistet werden kann. Die Medizinischen Fachangestellten in der Praxis spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie sind gewissermaßen das natürliche Bindeglied zwischen Patient, Arzt und anderen an der Behandlung Beteiligten.“

Die früheren Arzthelferinnen seien „die gute Seele der Praxis“, so Köhler. „Für viele Patientinnen und Patienten sind sie die ersten Ansprechpartnerinnen. Durch ihre fachliche Aus- und Weiterbildung stellen sie die Qualität der ambulanten Versorgung maßgeblich sicher“, betonte der KBV-Vorsitzende. Da sie mit den jeweiligen Fällen in einer Praxis in der Regel bereits vertraut seien, seien sie Partner der ersten Wahl, wenn es darum ginge, ausgewählte ärztliche Leistungen künftig auf Weisung des Arztes zu übernehmen. Diese Möglichkeit sieht das Pflegeweiterentwicklungsgesetz vom März dieses Jahres vor.

Arztentlastende Strukturen seien jedoch nur dann sinnvoll, wenn sie keinen erhöhten Koordinations- und Dokumentationsaufwand schaffen und die Zusammenarbeit so einfach und eng wie möglich sei, so Köhler. „Die aus- oder weitergebildeten Angestellten in den Praxen sind deshalb für diese Tätigkeiten prädestiniert“, stellte der KBV-Chef fest.

Sabine Rothe, Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe, betonte ebenfalls die Qualitätsorientierung ihrer Mitglieder. So sei vor zwei Jahren die Ausbildungsordnung für Medizinische Fachangestellte im Sinne neuer, höher qualifizierter Aufgaben novelliert worden. „Unsere Kolleginnen nutzen darüber hinaus die bestehenden Weiterbildungen sehr zahlreich“, so Rothe. Zudem seien aus der Kooperation zwischen ihrem Verband und der Ärzteschaft in letzter Zeit auch viele neue praxisorientierte Curricula entwickelt worden, die auf dem Wissen aufbauen, das die Fachangestellten in der Ausbildung erworben haben.

Rothe forderte, Beiträge des Praxispersonals zu einer gesteigerten Versorgungsqualität auch entsprechend zu honorieren. „Die KBV unterstützt das Ansinnen, besonders engagierten Helferinnen Qualitätszuschläge zu gewähren“, sagte Köhler.

Quelle und Kontaktadresse:
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Körperschaft des öffentlichen Rechts Dr. Roland Stahl, Referent, Kommunikation Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin Telefon: (030) 4005-0, Telefax: (030) 4005-1093

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