Pressemitteilung | Hartmannbund – Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.

Medizinstudenten im Hartmannbund: Beruf und Familie vereinbar machen

(Berlin) - Hatte Deutschland vor einigen Jahren noch eine Ärzteschwemme, so steht es jetzt vor dem Problem eines eklatanten Ärztemangels. In einigen Regionen kann die ärztliche Versorgung der Patienten nicht mehr in ausreichendem Masse erfolgen. Die Medizinstudenten im Hartmannbund rufen deshalb dazu auf, den Arztberuf im Sinne der zukünftigen Patientenversorgung attraktiver zu gestalten, und insbesondere den Ärztinnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Iris Renz, Schriftführerin der Medizinstudenten im Hartmannbund:
“Den größten Anteil an arbeitslosen Medizinern bilden mit 60 Prozent die Frauen. Angesichts ihrer langen Ausbildung und der später unattraktiven Arbeitszeiten sind Familie und Beruf für diese Ärztinnen oft nicht zu vereinbaren. Viele von ihnen sehen sich gezwungen, sich entweder für ihren Beruf oder aber ihre Familie zu entscheiden. Dabei könnten sie wieder in den Arbeitsprozess integriert werden, wenn an deutschen Kliniken kostengünstig Krippenplätze für die Kinder des medizinischen Personals und mehr Halbtagsjobs angeboten werden würden.”

Eine Studie der Landesärztekammer Hessen unter der Leitung von Dr. Susanne Köhler ergab, dass der überwiegende Anteil der Frauen im Erziehungsurlaub, beziehungsweise der Frauen, die sich aufgrund ihrer Familie aus dem Berufsleben zurückgezogen haben, wieder in ihren alten Beruf einsteigen möchten. Iris Renz: “ Gerade auch im Hinblick auf die bevorstehende Umsetzung des EuGh-Urteils sollte es doch möglich sein, flexiblere Arbeitszeiten für Ärztinnen anzubieten. Frauen brauchen keine Frauenquote. Sie brauchen Unterstützung in ihrer Doppelrolle.”

Quelle und Kontaktadresse:
Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle Schützenstr. 6A, 10117 Berlin Telefon: 030/2062080, Telefax: 030/20620829

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