Mehr Automatisierung kann 43 Mio. t CO2 einsparen
(Frankfurt am Main/Berlin) - Bis zu einem Viertel der in Produktionsanlagen in Deutschland eingesetzten Energie könnte mit Hilfe von Automatisierungstechnik eingespart werden. In anderen Teilen der Welt ist dieses Potenzial oftmals noch wesentlich größer. "Intelligente Automatisierungstechnik entwickelt sich bei den Maßnahmen für Energieeffizienz und Klimaschutz in der Industrie zum entscheidenden Baustein", sagte Michael Ziesemer, ZVEI-Vizepräsident und Mitglied des Vorstands der Endress + Hauser Holding beim BDI-Workshop "Klimaschutz in der Wertschöpfungskette" am 9. November 2009 in Berlin.
Nach Berechnungen des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie können in den Produktionsanlagen der deutschen Industrie durch intelligente Automatisierungstechnik (Messtechnik, Prozessautomatisierung, elektrische Antriebstechnik) jährlich 88 Mrd. kWh Energie-Äquivalente eingespart werden. Dies entspricht einer CO2-Emission von 43 Millionen Tonnen. So könnte der CO2-Ausstoß des industriellen Sektors um elf Prozent gesenkt werden. Um das große Einsparpotenzial zu heben, seien flankierende Maßnahmen der Politik nötig, so Ziesemer. Besonders wichtig sei die Berücksichtigung der Energie-Lebenszykluskosten von neuen Produktions- und Entsorgungsanlagen bei öffentlichen Aufträgen. Außerdem seien befristete staatliche Anreize wie verbesserte Abschreibungsbedingungen für Investments in CO2-arme Produktionsanlagen sinnvoll.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
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