Mehr Mitarbeiterbeteiligung am Produktivvermögen
(Bonn) - Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) begrüßt den Koalitionskompromiss zur Mitarbeiterbeteiligung und fordert die Koalitionsspitzen auf, den Vorschlag der Koalitionsarbeitsgruppe bei ihren Beratungen heute (28. April 2008) in der Sache zu billigen und damit den Startschuss für die Ausarbeitung eines entsprechenden Gesetzentwurfs zu geben.
Die stärkere Mitarbeiterbeteiligung, so das ZdK, ist gerade jetzt dringend geboten, um die Mitarbeiter an den steigenden Gewinnen und am Kapital der Unternehmen zu beteiligen und sie damit zu Partnern im Unternehmen zu machen. Das stärkt die Motivation und ergänzt das Arbeitseinkommen um eine gewinnabhängige Komponente.
Das ZdK begrüßt ausdrücklich die jetzt konkret gewordenen Eckpunkte: das Prinzip der Freiwilligkeit und der freien Entscheidung über Nutzung und Anlageform für Arbeitgeber und Arbeitnehmer; die Zusätzlichkeit zum normalen Lohn, also das Verbot der Entgeltumwandlung; die Verbesserung der finanziellen Fördermaßnahmen über das Steuerrecht und über das Vermögensbildungsgesetz; die Gleichbehandlung von direkter Unternehmensbeteiligung und Fondsbeteiligung.
Die vorgesehene Fondslösung richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen. Ein Fonds ist hier wohl der einzige Weg, damit diese künftig ihren Mitarbeitern überhaupt ein Beteiligungsmodell anbieten können. Mit der lautstarken Kritik der Arbeitgeberverbände, dass sei alles zu kompliziert und unattraktiv, sollte nicht das gesamte Konzept zerredet und damit seine Umsetzung in Frage gestellt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralkomitee der deutschen Katholiken
Theodor Bolzenius, Pressesprecher
Hochkreuzallee 246, 53175 Bonn
Telefon: (0228) 382970, Telefax: (0228) 3829744
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