Metall- und Elektro-Industrie: Die Rolle der Preise in der Lohnpolitik
(Berlin) - Über die Einbeziehung der Preisentwicklung in die Tarifpolitik wird seit jeher heftig diskutiert. Die IG Metall fordert regelmäßig einen Ausgleich für Preissteigerungen, die die Lebenshaltungskosten der Arbeitnehmer verteuern - und zwar zusätzlich zur Beteiligung am Produktivitätsfortschritt und egal, wodurch sie entstanden sind.
Die M+E-Arbeitgeber lehnen einen Inflationsausgleich prinzipiell ab, weil er die Kosten am Standort Deutschland weiter in die Höhe treibt, neuen Kostensenkungsdruck erzeugt und/oder die Lohn-Preis-Spirale in Gang setzt und so die Europäische Zentralbank (EZB) zur restriktiven Geldpolitik zwingt. Letztlich geht ein zusätzlicher Inflationsausgleich stets zu Lasten der Beschäftigung.
Besonders groß ist diese Gefahr bei einem Ausgleich für importierte Energieverteuerungen oder für Steuererhöhungen. Inflationsausgleich ist nur möglich innerhalb des Erhöhungsspielraums, der sich aus dem gesamtwirtschaftlichen Produktivitätszuwachs ergibt. Für die M+E-Industrie, die vor allem Investitionsgüter herstellt, haben die Lebenshaltungskosten eine geringere Bedeutung, wichtig sind die Preise auf den M+E-Maerkten im In- und Ausland.
Quelle und Kontaktadresse:
Gesamtverband der metallindustriellen Arbeitgeberverbände e.V. (Gesamtmetall)
Peter Klotzki, Pressesprecher
Voßstr. 16, 10117 Berlin
Telefon: (030) 55150-0, Telefax: (030) 55150-400
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