Mit Schwung ins Jahr 2006 / BVR zur Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes
(Berlin) - Die deutsche Wirtschaftsleistung ist in 2005 im Ergebnis besser ausgefallen als im Laufe des Jahres befürchtet, obwohl das Wachstum von 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nur für eine moderate Entwicklung am Potentialwachstum steht. Dies erklärt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Ursache sei die im zweiten Halbjahr 2005 im Vergleich zum ersten Halbjahr deutlich höhere Dynamik. Das Wachstum sei in erster Linie vom Export getragen worden. Dennoch hätten die Unternehmen ihre Investitionen in der zweiten Jahreshälfte zunehmend ausgeweitet, so dass gegen Jahresende das Wachstum deutlich höher gewesen sei als im Jahresdurchschnitt.
Der so entstandene statistische Überhang aus dem Jahr 2005 bedeute für 2006 rein rechnerisch bereits ein Wachstum von etwa einem halben Prozent. Aufwärtsgerichtete Auftragseingangs- und Produktionszahlen, sowie positive Stimmungsindikatoren deuteten auf ein Erstarken der Binnenkonjunktur hin, so dass bei einem anhaltend starken Export ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts im kommenden Jahr von gut 1,5 Prozent zu erwarten sei.
Damit dieses kein Zwischenhoch bleibe, sei es, so der BVR, Aufgabe der Politik, die Weichen für grundlegende Strukturreformen so zu stellen, dass die Binnennachfrage dauerhaft gefestigt werde und das deutsche Wirtschaftswachstum auf eine breite, verlässliche Basis gestellt werde.
Quelle und Kontaktadresse:
BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Hauptgeschäftsstelle
Melanie Schmergal, Pressesprecherin
Schellingstr. 4, 10785 Berlin
Telefon: (030) 20210, Telefax: (030) 20211900
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