Möllrings Angebot absolut unannehmbar
(Berlin) - Der Vorsitzende des Marburger Bundes (MB), Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat das Spitzengespräch mit dem Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Hartmut Möllring, abgebrochen. Der Marburger Bund ist mit einer gehörigen Portion Kompromissbereitschaft ins Spitzengespräch zur Entschärfung des Tarifkonfliktes gegangen. Es macht jedoch keinen Sinn, mit einem Herrn Möllring zu diskutieren, der den Ärzten gerade mal einen Einkommenszuwachs von 1 Prozent zubilligen will. Der Marburger Bund sei deshalb gezwungen, ab kommenden Montag (15. Mai) die Ärzte-Streiks an den Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern massiv zu verschärfen.
Montgomery: Das großspurig angekündigte Angebot von Herrn Möllring hat sich leider als sächsischer Treppenwitz herausgestellt." Der MB habe Flexibilität bei den Arbeitszeiten und den Bereitschaftsdiensten angeboten sowie Stabilität mit einer langen Vertragslaufzeit bis Ende 2009. Leider sei die Arbeitgeberseite jedoch zu gar keinen Kompromissen bereit gewesen. Sie habe eine große Chance verstreichen lassen, mit einem fairen Angebot, den Tarifkonflikt an den Unikliniken zu entschärfen.
Nun würden ab dem 15. Mai die Ärzte nicht mehr nur tage-, sondern wochenweise ihre Arbeit niederlegen. Mit 35 zu bestreikenden Unikliniken und Landeskrankenhäuser wird Herr Möllring ab Montag eine bundesweite Streikwelle erleben, die sich gewaschen hat, erklärte Montgomery. Die Kliniken vor Ort könnten sich ob der massiven Einnahmeausfälle direkt bei ihrem kompromisslosen Arbeitgeberverband TdL bedanken.
Auf die Drohung des TdL-Vorsitzenden, nun mit Verdi einen Tarifvertrag auch für Ärzte abschließen zu wollen, reagierte der Marburger Bund gelassen. Montgomery: Verdi ist praktisch eine arztfreie Zone und hat damit keine Legitimation, Tarifverträge für Ärzte abzuschließen. Mit 105.000 Mitgliedern von bundesweit insgesamt 146.000 angestellten und beamteten Ärzten komme Hartmut Möllring einfach nicht am Marburger Bund vorbei.
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Pressestelle
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7468460, Telefax: (030) 74684616
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