Montag wieder bundesweite Warnstreiks bei der Allianz / Konzern handelt unmoralisch und wirtschaftlich falsch
(Berlin) - Zu erneuten bundesweiten Warnstreiks sind am Montag (31.7.) die Beschäftigten der Allianz Versicherung aufgerufen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) will mit den Protesten und Warnstreiks den geplanten Abbau von 5.000 Stellen bei der Allianz Versicherung und die geplante Schließung von 11 Standorten in Deutschland verhindern.
ver.di fordert von der Allianz den Abschluss eines Sozialtarifvertrages mit einem Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis zum Jahr 2012 und ein Standortsicherungskonzept. Trotz bundesweiter Warnstreiks und regionaler Aktionen verweigert die Allianz bisher die Aufnahme von Tarifverhandlungen.
Als unmoralisch und wirtschaftlich falsch bezeichnete ver.di-Bundesvorstandsmitglied Uwe Foullong das Vorgehen der Allianz. Angesichts eines Rekordgewinns von 4,4 Mrd. Euro im Jahr 2005 ist das brutale Durchsetzen von Standortschließungen in kurzer Zeit unfassbar, sagte Foullong. Die Allianz zerstöre ihren guten Ruf. Es besteht die große Gefahr, dass die Servicequalität darunter leidet, so Foullong weiter.
Das Vorgehen des Allianz-Vorstandes schadet dem Unternehmen, sagte Foullong. Das ver.di Bundesvorstandsmitglied forderte Konzernchef Michael Diekmann auf, zukünftig eine Politik mit und nicht gegen die Mitarbeiter zu betreiben.
Warnstreiks finden statt in Aachen, Dortmund und Köln, in Stuttgart, Ulm und Karlsruhe, sowie in Hamburg und Bremen. In Frankfurt wird es zum vierten Mal eine Montagsdemonstration der Allianz-Beschäftigten geben. Eine weitere Aktion ist in Freiburg geplant.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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