Montgomery: Bundesregierung muss / Gesundheitsreform an Haupt und Gliedern vornehmen
(Berlin) - Der 1. Vorsitzende des Ärzteverbandes Marburger Bund (mb), Dr. Frank Ulrich Montgomery, appellierte an die Bundesregierung, eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht auf die lange Bank zu schieben. Das vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) vorgeschlagene Modell einer "Bürgerprämie" bezeichnete er als guten Ansatz.
Nach 13 Jahren stringenter Kostendämpfungspolitik stehe die Politik vor dem Ergebnis ihres gesundheitspolitischen Scherbenhaufens. Die angekündigten Beitragserhöhungen der Krankenkassen seien Beweis für die Erfolglosigkeit, das insuffiziente GKV-System allein durch Budgetierung am Leben zu erhalten. Als hoffnungsvollen Lösungsansatz nannte Montgomery die Kombination der Modelle aus Bürger- und Prämienversicherung hin zu einer "prämienfinanzierten Volksversicherung".
Die Leistungsfähigkeit der GKV sei schon seit Jahren an ihre Grenzen gestoßen. Nach Ansicht des mb-Vorsitzenden werde der gute medizinische Standard in Deutschland oftmals nur noch durch den unentgeltlichen Einsatz der Mediziner sichergestellt. So leisteten Krankenhausärzte jährlich rund 50 Millionen Überstunden, die überwiegend nicht vergütet werden.
Eine Fortführung des jetzigen über Umlagen auf das Einkommen finanzierten Systems erteilte Montgomery deshalb eine klare Absage. "Das Älterwerden der Bevölkerung, der medizinische Fortschritt und die chronische Massenarbeitslosigkeit verlangen Politiker, die mit mutigen Reformideen unser Gesundheitswesen zukunftssicher machen." Eine prämienfinanzierte Volksversicherung mit Wettbewerb unter den Krankenversicherern und steuerfinanziertem Solidarausgleich sei eine sehr gute Alternative.
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Athanasios Drougias, Ref. Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7468460, Telefax: (030) 74684616
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