Pressemitteilung | ZVEI e.V. - Verband der Elektro- und Digitalindustrie
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Nachbesserungen bei der Pflegereform notwendig / Hausnotrufsysteme könnten hohe Kosten sparen

(Frankfurt am Main) - „Durch den Einsatz von Hausnotrufsystemen lassen sich langfristig hohe Kosten im Gesundheitswesen einsparen. Um die Systeme einem breiteren Kreis von Menschen zur Verfügung stellen zu können, muss allerdings die Kostenerstattung erleichtert werden“, erklärt Michael von Foerster, stellvertretender Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Sicherheitssysteme. „Leider werden Hausnotrufsysteme im Rahmen der aktuellen Pflegereform überhaupt nicht berücksichtigt.“ Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie fordert deshalb beim Pflege-Weiterentwicklungsgesetz, das zum 1. Juli in Kraft getreten ist, eine entsprechende Nachbesserung.

Vorstellbar sei eine Kostenübernahme im Bedarfsfall, ohne diese wie bisher an eine Pflegestufe zu koppeln. In Großbritannien geht man sogar noch einen Schritt weiter: Dort werden die Kosten für Hausnotrufsysteme generell ab einer Altersgrenze von 65 Jahren übernommen. Rund 16 Prozent der Über-65-Jährigen – in Deutschland liegt diese Quote bei nur zwei Prozent – nutzen dort solche Systeme. Positive Folge für das britische Gesundheitswesen sind jährliche Einsparungen von 87 Mrd. Pfund (ca. 110 Mrd. Euro). Von Foerster dazu: „Diese Zahlen zeigen, dass wir hierzulande einen großen Nachholbedarf – aber auch enorme Einsparpotenziale – haben.“

Mithilfe von Hausnotrufsystemen können beispielsweise ältere, allein lebende Menschen in Notsituationen per Knopfdruck Alarm auslösen und so Hilfe anfordern. „Dies ermöglicht ihnen, länger in den eigenen vier Wänden zu leben“, so von Foerster. „Hausnotrufsysteme sind also eine Alternative zum teuren Pflegeheim. Die Erstattungskosten sind in Relation hierzu äußerst gering.“ Durch den breiteren Einsatz dieser Systeme könnten nicht nur die Pflegekosten massiv gesenkt werden, sondern auch die Krankenhausaufenthalte um die Hälfte reduziert werden, betont von Foerster.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) Pressestelle Stresemannallee 19, 60596 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317

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