Narrenfreiheit im Straßenverkehr eingeschränkt Stuttgart
(Stuttgart) - Pappnasen genießen im Straßenverkehr keine absolute Narrenfreiheit. Weil in Deutschland die ungeschriebenen Gesetze aus Zeiten der Hofnarren abgeschafft worden sind, ist es außerhalb von Faschingshochburgen auch verboten, Ordnungshütern die ungeschminkte Wahrheit mitten ins Gesicht zu sagen. Dem deutschen Straßenverkehrsgesetz ist diese Art von Freizügigkeit unbekannt, betonte der ACE Auto Club Europa am Donnerstag in Stuttgart. Der Club wies darauf hin, dass in den tollen Tagen die Verkehrskontrollen erfahrungsgemäß intensiviert werden. Keinerlei Pardon würden Verkehrspolizisten verständlicherweise bei Alkohol- und Drogenmissbrauch hinterm Steuer kennen. Auch "einfache" Ordnungswidrigkeiten wie etwa Parken im eingeschränkten Halteverbot, gingen in aller Regel nicht als närrisches Treiben durch.
Der Club riet, sich bei polizeilichen Kontrollen den Anordnungen der Beamten zu beugen. Kraftfahrer können sich in ihrer speziellen Eigenschaft als Narren auch nicht mit eindrucksvollen Büttenreden davor drücken, Fahrzeugpapiere und Fahrerlaubnis zwecks Überprüfung auszuhändigen. Wer etwa maskiert seinem Gegenüber eine lange Nase zeigt oder sein Gesicht hinter einer venezianischen Maske versteckt, macht sich allerdings allein deswegen noch nicht strafbar. Die ACE-Verkehrsjuristen betonen: Selbst bei Zusammenrottungen gilt für Narren hinterm Steuer kein Vermummungsverbot. Autofahrer dürfen sich demnach im Rahmen der verfassungsmäßig garantierten Persönlichkeitsentfaltung und Kunstfreiheit auch total verkleiden. Die Fahrtauglichkeit darf durch Pappnasen, Scheuklappen und Gummiohren aber nicht beeinträchtigt werden. "Das Hören und Sehen darf selbst Narren nicht vergehen", heißt es dazu beim ACE.
Polizisten völlig blau
Als "Narrenfreiheit" bezeichnet wurde laut ACE das Recht, die Wahrheit zu sagen, ohne deswegen den Kopf abgeschlagen zu bekommen. Seit dem 12. Jahrhundert wurden "Hofnarren" zur Belustigung der Herrscher bei Hofe gehalten. "Höfliches Benehmen" wiederum ist heute noch die verklausulierte Umschreibung für das Tabu, dem Vorgesetzten folgenlos Wahrheiten sagen zu dürfen. Das Privileg der Narrenfreiheit nehmen nach Beobachtungen eines vom ACE eingesetzten "Elferrates für Verkehr(t)" heute nur noch die Innenminister und die Modedesigner von Polizeiuniformen in Anspruch. Deshalb sehe man inzwischen viele Polizisten völlig blau. Dem dadurch ausgelösten falschen Verdacht wollen die Innenminister der Länder entgegentreten. Sie lassen demnächst bundesweit alle Blaulichter demontieren. An ihre Stelle sollen Rotlichter auf die polizeilichen Einsatzfahrzeuge gesetzt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
ACE Auto Club Europa e.V.
Pressestelle
Schmidener Str. 233, 70374 Stuttgart
Telefon: (0711) 53030, Telefax: (0711) 5303168
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

