Neuer Streikhöhepunkt / 15 800 Ärzte legen in 140 Krankenhäusern Arbeit nieder
(Berlin) - Zu Beginn der siebten Streikwoche an kommunalen Krankenhäusern haben am heutigen Montag (7. August) 15 800 Ärztinnen und Ärzte ihre Arbeit an bundesweit rund 140 Krankenhäusern niedergelegt. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) bezeichnete den neuerlichen Streikhöhepunkt als unmissverständliche Forderung an die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA), ein nachgebessertes Angebot für einen arztspezifischen Tarifvertrag vorzulegen. Schwerpunkte der Arbeitsniederlegung sind Bayern, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.
"Wir sind und bleiben auch nach 43 Tagen streik- und eskalationsfähig", erklärte der Vorsitzende des MB, Dr. Frank Ulrich Montgomery. Er warnte die Arbeitgeber davor, die Streikausdauer der Krankenhausärzte auf die Probe zu stellen. Der Marburger Bund sei bereit zu fairen und anständigen Tarifverhandlungen, die jedoch zu Verbesserungen der Arbeitsbedingungen führen müssten und nicht zu Verschlechterungen. Der zwischen VKA und Verdi ausgehandelte Tarifvertrag sehe für Ärzte im Vergleich zum heute gültigen Bundes-Angestelltentarifvertrag (BAT) im Schnitt Einkommenskürzungen von 12 Prozent vor. "Auch Herr Böhle muss doch wissen, dass Lohndiebstahl kein Bestandteil eines Ärzte-Tarifvertrages sein kann", so Montgomery an die Adresse des VKA-Präsidenten.
Der Gewerkschaftschef wird dem Arbeitgeberpräsidenten diese Meinung am kommenden Mittwoch (9. August) persönlich bei einer zentralen Großdemonstration der Krankenhausärzte in München mitteilen. Die Veranstaltung beginnt um 12:00 Uhr am Geschwister-Scholl-Platz, um 13:00 Uhr startet ein Demozug in Richtung Marienplatz, wo um 14:00 Uhr am Amtssitz des VKA-Präsidenten Thomas Böhle eine Kundgebung mit Dr. Frank Ulrich Montgomery stattfinden wird.
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Athanasios Drougias, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7468460, Telefax: (030) 74684616
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