Nicht nur im Winter: Ganzjährige Fütterung schützt einheimische Wildvögel / Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) gibt Tipps zur artgerechten Vogelfütterung und Anbringung der Futterquellen
(Wiesbaden) - Nicht nur im Winter haben es einheimische Wildvögel schwer, ausreichend Nahrung zu finden. Untersuchungen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie zeigen, dass die Lebensräume, Nistmöglichkeiten und Nahrungsquellen für Vögel auf Grund veränderter Umweltbedingungen zunehmend eingeschränkt werden. Nach Angaben des Instituts sind von ehemals 110 Brutvogelarten 35 Prozent verschwunden beziehungsweise brüten nur noch unregelmäßig, bei weiteren 20 Prozent nehmen die Bestände ab. Viele von ihnen überleben nur, wenn sie von Menschen zusätzliches Futter angeboten bekommen. Eine angepasste Ganzjahresfütterung schützt die Vögel im Winter vor dem Verhungern und gleicht im Sommer Nahrungsdefizite aus. Unter unseren einheimischen Wildvögeln befinden sich Körner- und Weichfresser. Deshalb sollte man Futter für beide Gruppen anbieten", erklärt Klaus Oechsner, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF). Während in den Wintermonaten eher energiereiche Sonnenblumenkerne und Fettfuttermischungen sinnvoll sind, muss das Futter im Sommer stärker an den Bedürfnissen von Weichfressern beziehungsweise Jungvögeln ausgerichtet werden. Um die Gesundheit der Vögel nicht zu gefährden, dürfen auf keinen Fall Essensreste oder salzige Speisen wie Brotreste gefüttert werden. Bei der Auswahl von artgerechter Vogelnahrung und geeigneten Futterhäuschen können Tierfreunde sich in den Zoofachhandlungen beraten lassen. Mit der Winterfütterung beginnt man am besten bereits ab Oktober und setzt diese konsequent bis mindestens April fort, da die meisten Vögel auf ihre gewohnten Futterplätze vertrauen. In den kalten Nächten verlieren die Vögel viel Energie. Um diesen Energieverlust auszugleichen, ist es sinnvoll, die Tiere am frühen Morgen und vor Einbruch der Dämmerung zu füttern. In und um die Futterhäuschen ist auf Sauberkeit zu achten, damit Krankheitserreger keine Chance haben. Nahrungsreste müssen daher tagsüber, spätestens am Abend entsorgt werden. Auch die Anbringung der Futterhäuschen spielt eine wichtige Rolle. Amseln und Sperlinge beispielsweise bevorzugen eher fest montierte Häuschen oder Silos, während Meisen lieber an hängende oder frei schwingende Futterquellen fliegen. Die Futterquellen müssen wind- und wetterfest sowie ausreichend hoch in Büschen oder Bäumen angebracht werden, damit Katzen die Vögel nicht erreichen können. Einige Vogelarten, zum Beispiel Amseln oder Rotkehlchen, nehmen Futter auch gerne am Boden auf. Bei der Einrichtung von Futterplätzen am Boden ist zu beachten, dass Katzen sich nicht unbemerkt anschleichen können.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF)
Thomas Griffith, Presse und Public Relations
Mainzer Str. 10, 65185 Wiesbaden
Telefon: (0611) 447553-0, Telefax: (0611) 447553-33
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